Anneliese Wipperling: In eigener Sache

Eigentlich mag ich keine Pseudonyme. Es kommt mir irgendwie feige vor, mich hinter einem falschen Namen zu verstecken. Ich bin schliesslich keine Geheimagentin.

Andererseits mag ich meinen Namen nicht sonderlich. Mit meinem Familiennamen habe ich mich abgefunden. Dank Professor Udolf von Antenne Brandenburg weiss ich inzwischen, dass seine Bedeutung gar nicht so übel ist. Die Wipper ist ein Fluss im Harz - und da kommen auch meine Vorfahren väterlicherseits her. Und das …ling? Das bedeutet so viel wie Abkömmling, Sohn, Tochter.

Tochter des Flusses? Das ist chic. Beinahe so eindrucksvoll wie mein indianischer Name Mini Tanka Win (die grosse Wasserfrau).

Bleibt also der spiessige Vorname Anneliese. Von einer Anneliese erwartet man Kochbücher und keine SF-Geschichten. Wenn ich unser Projekt unter so einem Lieschen-Müller-Namen anbiete, wird es keine Sau kaufen. Ich brauche dringend einen neuen Vornamen! Und zwar einen, für den ich nicht verklagt werde, weil ihn ein anderer schon klammheimlich gesichert hat.

Ich habe sogar schon einen. Ich nehme Anna (lange Zeit mein Facebook-Name) und die Amanda von meinem literarischen Alter Ego.

Anna Amanda Wipperling ———————————–

Darauf werde ich nach und nach alles umstellen. Dann finden vielleicht auch einige Leser meine älteren Bücher wieder.

Und was noch gut ist: Den Namen der Flussgöttin kann mir niemand streitig machen. Der gehört mir von Rechts wegen.

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