{"id":384,"date":"2010-01-24T12:49:26","date_gmt":"2010-01-24T11:49:26","guid":{"rendered":"http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=384"},"modified":"2014-04-10T19:47:42","modified_gmt":"2014-04-10T19:47:42","slug":"anneliese-wipperling-ibor-mein-kosmos-mein-weites-land","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sandozean.de\/?p=384","title":{"rendered":"Anneliese Wipperling: Ibor. Mein Kosmos, mein weites Land"},"content":{"rendered":"<h4><a href=\"http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ibor-klein.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-2206 alignleft\" style=\"margin-left: 10px; margin-right: 10px;\" alt=\"ibor-klein\" src=\"http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ibor-klein-227x300.jpg\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ibor-klein-227x300.jpg 227w, http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ibor-klein-778x1024.jpg 778w, http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ibor-klein.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a>Kurze Inhaltsangabe:<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Auf einer Studienreise zum Planeten Heyla wird die Philosophiestudentin Michelle von geheimnisvollen Tr\u00e4umen geplagt. Alle diese Tr\u00e4ume handeln von einem unbekannten Mann, der sich in gro\u00dfer Gefahr befindet \u2013 und nur Michelle kann ihn vor dem Tod bewahren. Dann steht sie diesem Mann wahrhaftig gegen\u00fcber und begreift: Manchmal muss man kompromisslose Entscheidungen treffen, um seine wahre Bestimmung zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Das Buch hat 152 Seiten DIN A5, ein Farbcover von Adriana Wipperling,<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Preis: 11 Euro.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Klappentext:<\/strong><\/p>\n<p>Ibor und ich stehen mitten in der W\u00fcste. Die Sonne brennt unertr\u00e4glich; der Schwei\u00df l\u00e4uft mir \u00fcber das Gesicht und die Zunge klebt mir am Gaumen. Ich m\u00f6chte etwas sagen und bringe doch nur ein unartikuliertes Kr\u00e4chzen hervor.<br \/>\nIbor l\u00e4chelt mich z\u00e4rtlich an. Pl\u00f6tzlich weiten sich seine Augen vor Schreck.<br \/>\nDie ganze Oberfl\u00e4che Heylas ger\u00e4t mit einem Mal in Bewegung, spaltet sich in Schollen auf, die in alle Richtungen auseinander streben.<br \/>\nManche steigen sogar zum Himmel auf oder sinken mit rasender Geschwindigkeit in die Tiefe. Die pure Entropie treibt gerade ihr Unwesen. Ibor und ich bewegen uns in unterschiedliche Richtungen &#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Textausz\u00fcge:<\/b><\/p>\n<p><b>1. Textauszug:<\/b><\/p>\n<p>Nein, ich kann jetzt nicht dar\u00fcber sprechen, wahrscheinlich werde ich es niemals k\u00f6nnen. Wenn ich nur an den Schmerz denke!<br \/>\nIch wei\u00df nicht, was Madras mit mir macht.<br \/>\nEr hat mich nie geschlagen oder irgendwie verletzt.<br \/>\nEr fasst mich nur an, sch\u00fcrt das verfluchte Feuer der Krieger und irgendwann \u00fcberschreite ich die Grenze. Aus Lust wird Qual.<br \/>\nEr sp\u00fcrt meine Furcht und spielt wie ein Virtuose mit ihr. Beschert mir alle m\u00f6gliche Arten von gr\u00e4sslichen Schmerzen: Verbrennungen, Erfrierungen, offene Wunden, Kr\u00e4mpfe, Agonie. Es scheint fast, als wenn der Jedi mein Nervensystem beliebig manipulieren kann. Was immer er will, denke ich, geschieht mit mir &#8211; und danach schenkt er mir sanfte Z\u00e4rtlichkeiten, mit denen er mich tr\u00f6stet und die Leiden seines Unterrichts mit leichter Hand wegwischt.<br \/>\nErst jetzt, nach dreizehn Tagen mit ihm, begreife ich, wie man die Qual abblocken kann, wie die Heylaner ihre mentalen Kr\u00e4fte einsetzen: Man lockert einfach die Bindung zwischen K\u00f6rper und Umah, bis nur noch ein d\u00fcnner Faden vorhanden ist, der alles zusammenh\u00e4lt.<br \/>\nBis nur noch ein schwaches Echo des Leids den Geist erreicht.<br \/>\nMan beobachtet sich selbst, achtet darauf, dass die Verbindung nicht rei\u00dft und das Umah sich nicht mit dem Wind zerstreut.<br \/>\nWenn das droht, muss man in seine Haut zur\u00fcckkehren und leiden. Oder nach anderen Verstecken suchen, um zu entkommen. Am Rand des Abgrunds ohne Wiederkehr zum Beispiel oder in einer tiefen Spalte des Selbst.<br \/>\nMadras ist ein geduldiger Lehrer, ein Perfektionist. Erst wenn er ganz sicher ist, dass sein Sch\u00fcler eine Lektion verstanden hat, wendet er sich dem n\u00e4chsten Problem zu. Es gibt keine Ruhepausen, er hetzt mich vorw\u00e4rts. Ibors Leben und meines. Er will uns beide retten, unsere Leben und unsere W\u00fcrde, unser Selbst.<br \/>\nIch liebe Madras sehr und er wei\u00df das genau.<br \/>\nEr baut darauf, auf mein Vertrauen, meinen blinden Glauben an den Ritter mit dem Laserschwert, seine Macht und seine G\u00fcte.<br \/>\nIch bin wahrscheinlich v\u00f6llig verr\u00fcckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>2. Textauszug:<\/b><\/p>\n<p>Ibor sah mich zutiefst irritiert an.<br \/>\n\u201eHei\u00dft das, die jungen M\u00e4nner von der Erde sind am Umah ihrer Partnerinnen nicht interessiert? Sie wollen sich nur paaren wie Tiere? Bis jetzt hatte ich von den Menschen keinen so schlimmen Eindruck.\u201c<br \/>\n\u201eSo allgemein kann man das nicht sagen\u201c, antwortete ich vorsichtig. \u201eAber ich musste leider feststellen, dass Frauen, die respektiert werden, nicht so aussehen wie ich.\u201c<br \/>\nIbors Gesicht f\u00e4rbte sich irgendwie noch dunkler.<br \/>\n\u201eIch dachte bisher immer, es w\u00e4re besonders befriedigend, wenn eine kluge Frau auch sehr weiblich ist. Ich bin auch ein Mann und finde einiges an dir sch\u00f6n &#8230;\u201c<br \/>\nEr sah mich verunsichert an und sagte dann entschlossen: \u201eDa du es nicht magst, dass man deine weiblichen Attribute bewundert, werde ich mir M\u00c3\u00bche geben, diese Br\u00c3\u00bcste und H\u00c3\u00bcften nicht zu sehr zu beachten. W\u00fcrde dir das gefallen?\u201c<br \/>\n\u201eIch wei\u00df nicht\u201c, antwortete ich verlegen.<br \/>\n\u201eDas hei\u00dft, ich darf sie vielleicht doch irgendwann ber\u00fchren und ein wenig verehren\u201c, bemerkte der Heylaner befriedigt.<br \/>\nIch fand, dass er f\u00fcr ein ber\u00fchmtes Genie ziemlich naiv war.<br \/>\n\u201eWie alt bist du eigentlich?\u201c wechselte ich taktvoll das Thema.<br \/>\n\u201eDreiundachtzig heylanische Jahre, neun Decenna und dreiundzwanzig Tage\u201c, antwortete Ibor ernsthaft.<br \/>\n\u201eUnd hattest du vor Kah\u2019Krano andere Frauen?\u201c<br \/>\n\u201eDas ist bei uns nicht \u00fcblich\u201c, erkl\u00e4rte Ibor irritiert. \u201eEin Koitus ohne mentalen Kontakt ist f\u00fcr einen Heylaner unbefriedigend, und eine Bindung ist nun einmal &#8230;\u201c<br \/>\n\u201eF\u00fcr die Ewigkeit\u201c, erg\u00e4nzte ich frustriert. \u201eIch kann mir das alles nicht vorstellen. Was ist, wenn man sich irrt?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>3. Textauszug:<\/b><\/p>\n<p>\u201eSie haben recht, das Versto\u00dfen aller Gef\u00fchle ist m\u00f6glicherweise kein Allheilmittel gegen die grausamen \u00dcbel unserer Welt.<br \/>\nEs gibt Empfindungen, die kostbar und n\u00fctzlich f\u00fcr die Vielen sind. Wenn es nur nicht so unendlich schwer w\u00e4re, sie zu erkennen und von ihren sch\u00e4dlichen Imitaten zu unterscheiden! Ich zweifle sehr daran, dass wir dem Normalheylaer diese Aufgabe aufb\u00fcrden k\u00f6nnen.<br \/>\nWahre Liebe und verbrecherische Besessenheit.<br \/>\nHingabe an ein gro\u00dfes Ziel und heillose Verblendung.<br \/>\nWer ist schon immer in der Lage, das Whak\u2019nuh zu ehren und all das makellos zu trennen?<br \/>\nUnser Ich ist Teil des Messsystems &#8211; und das macht uns besonders hilflos, wenn es um uns selbst geht.<br \/>\nSogar ein Philosoph mag daran verzweifeln.<br \/>\nD\u00fcrfen wir von einem einfachen G\u00e4rtner etwas fordern, womit selbst ein hoch-gebildeter Mann gro\u00dfe Schwierigkeiten hat?<br \/>\nSie schreiben, dass wir unseren Instinkten folgen sollen, dass sie manchmal weiser sind als unsere Logik.<br \/>\nIch habe nicht soviel Vertrauen in die Natur der Heylaner.<br \/>\nVielleicht ist Ihr Volk dazu f\u00e4hig, aber wir, die wir nach einer verheerenden Sonneneruption aus den verbrannten W\u00e4ldern entkamen, wurden von einer ungez\u00fcgelten Entropie auserw\u00e4hlt.<br \/>\nAuf uns kann und darf man nicht bauen!<br \/>\nEs stimmt, was Sie sagen: Die pure Logik l\u00e4sst uns nicht \u00fcber uns selbst hinauswachsen. Sie bef\u00e4higt uns nicht zur Hingabe, einer Eigenschaft, die manchmal notwendig f\u00fcr das \u00dcberleben ist.<br \/>\nIch habe keine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem.<br \/>\nIch kann nur hoffen, dass Heyla niemals auf so unbarmherzige Weise gepr\u00fcft werden wird!<br \/>\nM\u00f6gen gute Gedanken und Frieden uns im Leben begleiten.<br \/>\nM\u00f6gen wir uns lange an den Fr\u00fcchten der Logik erfreuen!<br \/>\nM\u00f6gen wir erfolgreich und sicher sein!<br \/>\nDer Gedanke an etwas anderes erf\u00fcllt mich mit heilloser Furcht.\u201c<\/p>\n<h4>Auf einen Blick:<\/h4>\n<p><strong>Farbcover:<\/strong> Adriana Wipperling<br \/>\n<strong>Seitenzahl:<\/strong> 152 Seiten DIN A5<br \/>\n<strong>Preis:<\/strong> 11,00 EURO<br \/>\n<strong>Bezug:<\/strong> Engelsdorfer Verlag<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>BESTELLEN:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.engelsdorfer-verlag.de\/\">http:\/\/www.engelsdorfer-verlag.de\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurze Inhaltsangabe: Auf einer Studienreise zum Planeten Heyla wird die Philosophiestudentin Michelle von geheimnisvollen Tr\u00e4umen geplagt. 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