{"id":3513,"date":"2017-11-14T21:20:04","date_gmt":"2017-11-14T21:20:04","guid":{"rendered":"http:\/\/sandozean.de\/?p=3513"},"modified":"2025-05-13T18:20:30","modified_gmt":"2025-05-13T18:20:30","slug":"sassia-pirr-von-belor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sandozean.de\/?p=3513","title":{"rendered":"Sassia Pirr von Belor"},"content":{"rendered":"<p>Zeit: vor 80 Jahren<br \/>\nDie Beloraner sind eine arbeitsame und kriegerische insektoide Spezies. Arbeiterinnen und Soldaten haben keine Zeit f\u00fcr Kunst und auch kein Interesse daf\u00fcr. Lediglich die K\u00f6niginnen in den St\u00f6cken, die den ganzen Tag mit Kopulieren und Eier legen besch\u00e4ftigt sind, machen sich neuerdings nebenbei so ihre Gedanken. Ihr Sinn f\u00fcr Poesie l\u00e4sst zumeist noch etwas zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Sie denken sich eher Dialoge aus oder denken \u00fcber ihre eigene Geschichte nach.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Barmherzigkeit <\/strong><\/p>\n<p>Beloraner sind flei\u00dfig, diszipliniert und schlau. Wir haben ein Kr\u00e4llchen f\u00fcr Computertechnik und m\u00f6gen Maschinen lieber als Lebewesen. Wir sind fasziniert von R\u00e4dern und hohen Geschwindigkeiten. Ich f\u00fcrchte, wir sind ein bisschen nekrophil, das hei\u00dft, vom Tod und der Mechanik besessen. Unsere Gesellschaft erwartet, dass wir unser Leben selbst beenden wenn wir dem Stock nicht mehr n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen. Wir haben miserable \u00c4rzte.<br \/>\n\u00dcberall stehen Zerhacker mit weit offenen M\u00e4ulern bereit. Vom verwundeten K\u00e4fer oder der kranken Larve zum n\u00fctzlichen Nahrungsbrei ist es nur ein Schritt.<br \/>\n\u201eAlles dreht sich. Wir rollen durchs Leben. Wir schl\u00fcpfen, bekommen einen Platz im Stock zugewiesen, arbeiten, k\u00e4mpfen oder kopulieren &#8230; und werden am Ende zu Nahrung f\u00fcr die n\u00e4chste Generation. Niemand kriegt eine Extraportion. Das ist Gerechtigkeit.\u201c, erkl\u00e4rten unsere Regierenden.<br \/>\nDas einzelne Individuum und sein Gl\u00fccksanspruch kommen in diesen \u00dcberlegungen nicht vor. Der unausweichliche Zerhacker mit seinen rotierenden Messern egalisierte alles.<br \/>\nDas Sterben in der Maschine ist so schmerzhaft, dass es sich nicht als Ausweg aus unserer sinnlosen Tretm\u00fchle eignet. Wir verdr\u00e4ngen es so lange, bis wir zitternd vor dem verfluchten Trichter mit den rotierenden Messern stehen.<br \/>\nAls ich an das Haus Pirr verkauft wurde, wusste ich nichts \u00fcber unsere K\u00f6niginnen. Die einzige fruchtbare Frau lebt im Verborgenen und die M\u00e4nnlichen zirpen nur miteinander \u00fcber das, was sie der Begattungskammer erlebt haben. Es musste etwas Gro\u00dfartiges sein, sonst w\u00fcrden sie nicht tagelang danach anzustehen.<br \/>\nDie Arbeiterinnen der Pirr waren ein Schock f\u00fcr mich. Acht von ihnen hielten mich wortlos fest, zwei setzten ihre Messer an, um abzuschneiden, was eine K\u00f6nigin ihrer Meinung nach nicht mehr brauchte. Ich wand mich, schrie, trat um mich. Am Ende fehlten mir zwei Beinpaare und \u00fcber meinen nackten Hinterleib strich ein k\u00fchler Luftzug. Eine Arbeiterin trug den Abfall hinaus zum n\u00e4chsten Zerhacker.<br \/>\n\u201eNimm mich mit\u201c, zirpte ich. \u201eIch m\u00f6chte auch zermahlen werden.\u201c<br \/>\n\u201eNach dir geht es aber nicht, du dummes Ding!\u201c, wurde ich angeschnauzt. \u201eDas Haus Pirr braucht Nachkommen und du hattest die prallsten Eierst\u00f6cke von allen Anw\u00e4rterinnen. Unsere jungen M\u00e4nner werden dich befruchten und echte Pirrs aus deinen Eiern machen.\u201c<br \/>\n\u201eIch will nicht! Lieber sterbe ich!\u201c<br \/>\n\u201eDu wirst sterben &#8230; aber nicht hier und nicht heute.\u201c<br \/>\nEin Spruch wie ein Fallbeil. Ich wurde zwangsern\u00e4hrt, bis ich mich endg\u00fcltig mit meinem Schicksal abgefunden hatte. Ich habe sechzig Jahre auf einem goldenen Kissen gelegen. Drau\u00dfen standen die Pirrs Schlange. Sie wurden einzeln durch eine kleine Pforte geschleust und weideten sich zun\u00e4chst am Anblick meines nackten monstr\u00f6sen Hinterteils. Dann schoben sie sich r\u00fcckw\u00e4rts mit ausgefahrener Begattungsr\u00f6hre n\u00e4her. Meine Dienerinnen halfen ihnen, das richtige Loch zu finden. Sie platzierten den Stachel tief in mir, damit ja nichts von dem kostbaren Saft verloren ging. Nun konnte der Pirr so lange vibrieren und zucken bis seine Samenreservoire leer waren.<br \/>\nWenn ich nicht still genug hielt, wurde ich festgeschnallt und mit dem Zerhacker bedroht. Mir war dann jedes Mal ganz \u00fcbel vor Hass.<br \/>\nDie Pirr hatten f\u00fcr mich keine Gesichter. Es waren nur Stachel, die mich von hinten trafen und wund rieben. Ich habe ihre Kriegseins\u00e4tze und die Freigabe der Verwundeten f\u00fcr die Herstellung von Nahrungsbrei mit tiefer Genugtuung best\u00e4tigt.<br \/>\nIch war und blieb eine Fremde im Stock, kannte weder pers\u00f6nliche Beziehungen noch R\u00fccksichtnahme, weder Mitgef\u00fchl noch Z\u00e4rtlichkeit. Die Pirr hatten meine Eierst\u00f6cke gekauft &#8230; und mehr bekamen sie auch nicht.<\/p>\n<p>Und nun stand ein humanoider Ligafuzzy mit einem schneewei\u00dfen Mantel \u00fcber der Uniform vor mir, sah mich mit goldenen Augen an und fummelte ratlos an mir herum! Das war ein Schock! Eigentlich hatte ich erwartet, sofort erschossen zu werden. Stattdessen hob mich der Soldat auf, warf mich \u00fcber seine linke Schulter und tappte mit mir durch die dunklen G\u00e4nge des Stocks nach drau\u00dfen. Ich musste ihn f\u00fchlen und seinen seltsamen humanoiden Geruch einatmen.<br \/>\nDas war verst\u00f6rend! Genau wie der Anblick der zerst\u00f6rten Stadt und der vielen Beloraner vor einem Zerhacker. Pl\u00f6tzlich war die Luft z\u00e4hfl\u00fcssig. Ich konnte kaum noch atmen.<br \/>\nOb die Verwundeten oder die auf den Trichter zu wimmelnden Larven verhasste Pirrs waren, spielte pl\u00f6tzlich keine Rolle mehr. Mein sorgf\u00e4ltig geh\u00e4tschelter Zorn verfl\u00fcchtigte sich. Was hier zu Brei zerkleinert werden sollte war mein Volk!<br \/>\nIch zappelte und schrillte so laut ich konnte: \u201eNein! Nicht sterben lassen! Nicht die Larven! Nicht die Verwundeten! Nicht die Arbeiterinnen! Halte den Tod auf!\u201c<br \/>\nDer Humanoide blieb abrupt stehen. Sein goldener Blick war sanft verschleiert. Er legte mich behutsam auf den Boden, zog seine Laserpistole und feuerte so lange in den offenen Trichter der Maschine, bis die rotierenden Messer rot gl\u00fchend miteinander verschmolzen.<br \/>\nSp\u00e4ter erfuhr ich, dass in diesem Augenblick \u00fcberall auf Belor das Gleiche geschah. M\u00e4nner und Frauen mit wei\u00dfen M\u00e4nteln \u00fcber ihren nachtblauen Uniformen verhinderten die Selbstmorde. Lautsprecherwagen verk\u00fcndeten Frieden unter der roten Sonne und eine allgemeine Amnestie.<br \/>\nMein neuer heylanischer Freund hatte, obwohl ich Beloranisch gesprochen hatte, alles verstanden.<\/p>\n<p>(C) 2017 Anneliese Wipperling<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>Lebenslauf<\/strong><\/p>\n<p>Eine junge K\u00f6nigin wird<br \/>\ngekauft, geraubt, gestohlen.<br \/>\nIhre Fl\u00fcgel und Fl\u00fcgeldecken<br \/>\nabgeschnitten, die hinteren<br \/>\nBeinpaare amputiert. Dann<br \/>\nerst darf sie erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Man legt sie auf ein goldenes<br \/>\nKissen. Sie ist traurig, aber stets<br \/>\nsatt und sauber.<\/p>\n<p>Ihr Platz im Zentrum des Stocks<br \/>\nsoll eine Ehre sein? Was? So eine<br \/>\nmuffige, enge Kammer? Nein! Das ist ein<br \/>\nGef\u00e4ngnis! Das ist lebensl\u00e4nglich<br \/>\nf\u00fcr eine Unschuldige!<\/p>\n<p>Die neue Familie macht alles kaputt.<br \/>\nDie K\u00f6nigin ist w\u00fctend, aber tadellos<br \/>\nsatt und sauber.<\/p>\n<p>Die R\u00e4te der Arbeiterinnen<br \/>\nund die der Soldaten<br \/>\ndiskutieren alles. Die K\u00f6nigin<br \/>\nsoll es nur absegnen und nutzt<br \/>\nab und zu boshaft ihr Veto<br \/>\num sich zu r\u00e4chen..<\/p>\n<p>Sie regiert den Stock. Verehrt<br \/>\nGef\u00fcrchtet und wunderbar<br \/>\nsatt und sauber.<\/p>\n<p>Wenn ein M\u00e4nnlicher kommt,<br \/>\nbesoffen von seinen Taten<br \/>\nund ihrem bei\u00dfenden Duft,<br \/>\nmuss sie stillhalten damit<br \/>\ndie harte Begattungsr\u00f6hre<br \/>\nihr Ziel nicht verfehlt.<\/p>\n<p>Sie kopuliert ohne Pause,<br \/>\ngelangweilt, ohne Liebe, doch<br \/>\nsatt und sauber.<\/p>\n<p>Wenn ein Partner zu gierig<br \/>\ndaneben ins weiche Fleisch sticht<br \/>\nund sie sich zirpend kr\u00fcmmt,<br \/>\nwird ihr nackter Hinterleib<br \/>\nmit B\u00e4ndern fixiert. Der Akt<br \/>\nmuss vollendet werden.<\/p>\n<p>So qu\u00e4lt man sie t\u00e4glich. Ihre<br \/>\nDienerinnen halten sie klein,<br \/>\nsatt und sauber.<\/p>\n<p>Irgendwann baut sich ein dumpfer<br \/>\nDruck in ihr auf. Alles andere muss<br \/>\njetzt warten. Ihr Hinterleib \u00e4chzt<br \/>\nnach Entleerung. Tausend befruchtete<br \/>\nEier quellen heraus, ihre Pforte<br \/>\nrei\u00dft ein, blutet und schmerzt.<\/p>\n<p>Die K\u00f6nigin vermehrt ihre Spezies.<br \/>\nohne Begeisterung aber stets<br \/>\nsatt und sauber.<\/p>\n<p>Regieren und kopulieren, misten und<br \/>\nEier legen. Ihr Leben verrinnt<br \/>\nschlaflos. Immerzu passiert was<br \/>\nmit ihr. Tag und Nacht stehn die<br \/>\nKerle an. Ihre Ganglienknoten<br \/>\nfaulen allm\u00e4hlich.<\/p>\n<p>Sie vegetiert nur noch vor sich hin<br \/>\nund altert, immer perfekt, immer<br \/>\nsatt und sauber.<\/p>\n<p>Am Ende ist sie v\u00f6llig verbraucht.<br \/>\nIhr schlaffer Hinterleib<br \/>\nduftet nicht mehr. Das<br \/>\nletzte Ei ist gelegt. Sie<br \/>\nwird in einem Sack zum<br \/>\nZerhacker gekarrt.<\/p>\n<p>Dort stirbt sie, hungrig, vor Angst<br \/>\nvollgemistet und<br \/>\nlaut schrillend.<\/p>\n<p>(C) 2017 Anneliese Wipperling<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>Fiktive Gespr\u00e4che <\/strong><\/p>\n<p>I. Im Speisesaal der NAIJAIJ<\/p>\n<p>K: \u201eBelor ist \u00f6kologisch v\u00f6llig wertlos. Wenn wir diese Welt sterilisieren, vernichten wir nur mutierte B\u00fcropflanzen und Vorratssch\u00e4dlinge. Die Beloraner sind gef\u00e4hrlich und au\u00dferdem inkompatibel mit der Liga friedlicher Welten. Sie m\u00fcssen weg.\u201c<br \/>\nT: \u201eEs sind denkende und f\u00fchlende Lebewesen. Ihre Zivilisation ist noch sehr jung und wild &#8230;\u201c<br \/>\nK: \u201eWas f\u00fcr eine Zivilisation denn? Siehst du da unten irgendwo wertvolle Bauten, Skulpturen, Bibliotheken oder G\u00e4rten? Ich sehe nur potth\u00e4ssliche runde St\u00f6cke, ein paar gammelige Stra\u00dfen und jede Menge Zerhacker. Die haben nicht einmal so was wie Landschaften. Verdammt! Die fressen alles kahl und ziehen dann weiter &#8230; zum Beispiel nach Naxos. Sie akzeptieren keine Regeln und werden bei jeder Gelegenheit sofort aggressiv.\u201c<br \/>\nT: \u201eIhre Vermehrungsrate ist zu gro\u00df. Das beg\u00fcnstigt leider gewisse Fehlentwicklungen.\u201c<br \/>\nK: \u201eH\u00f6re ich da so was wie \u201aVolk ohne Raum\u2019? Nazis im Roten Sektor fehlen uns gerade noch! Dabei vermehren sich die Biester etwa tausend Mal so schnell wie menschliche Nazis. Ich bleibe dabei: Die m\u00fcssen ganz schnell weg!\u201c<br \/>\nT: \u201eDu wiederholst dich und das macht deine Ansichten nicht appetitlicher. Dein Nazivergleich hinkt. Wir wissen nichts \u00fcber diese K\u00e4fer. Sie haben sicher auch gute Eigenschaften.\u201c<br \/>\nK: \u201eDenkst du gerade an ihr ausgepr\u00e4gtes Mitgef\u00fchl gegen\u00fcber Zivilisten? Ihren tiefen Respekt vor der Ruhe der Toten? Ihre Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber fremden Kunstwerken?\u201c<br \/>\nT: \u201eWir missverstehen vermutlich einiges &#8230;\u201c<br \/>\nK: \u201eQuatsch! Ich habe genug gesehen. Au\u00dferdem kommst du mit deinen Einw\u00e4nden zu sp\u00e4t. Der Rat der Liga hat der Vernichtung allen Lebens auf Belor bereits zugestimmt.\u201c<br \/>\nT: \u201eWann war das?\u201c<br \/>\nK: \u201eVor ungef\u00e4hr vierzig Hum\u00b4Timas. Die Vorbereitungen f\u00fcr den Overkill laufen bereits.\u201c<br \/>\nT: \u201eIch werde das nicht zulassen.\u201c<br \/>\nK: \u201eDu willst wegen ein paar K\u00e4fern in den Bau gehen? Das ist unlogisch &#8230; geradezu bekloppt.\u201c<br \/>\nT: \u201eDer gro\u00dfe Ennu w\u00fcrde das Massaker bestimmt verurteilen.\u201c<br \/>\nK: \u201eChrrrr! Erz\u00e4hl mir nichts von Ennu! Der Verr\u00e4ter war immerhin mein Urururonkel!\u201c<br \/>\nT: \u201eDu solltest ihn trotzdem respektieren.\u201c<br \/>\nK: \u201eEinen Schei\u00df werde ich. Und wehe, du zettelst eine Meuterei an! Dann wirst du mich von einer ganz neuen Seite kennenlernen.\u201c<br \/>\nT: \u201eUns wird schon was einfallen.\u201c<br \/>\nK: \u201eDu hast die Meuterei bereits angeleiert?\u201c<br \/>\nT: \u201eNein, keine Meuterei. Lass dich \u00fcberraschen.\u201c<\/p>\n<p>II. Vor der Krankenstation der NAIJAIJ<\/p>\n<p>K: \u201eDu hast eine Gefangene auf mein Schiff gebracht?\u201c<br \/>\nT: \u201eEher eine Patientin f\u00fcr unsere Krankenstation. Wenn du den Vorhang vor dem Sichtfenster beiseite ziehst &#8230;\u201c<br \/>\nK: \u201eDa liegt was auf der Diagnoseliege. Iiii! Das sieht aus wie eine riesige wei\u00dfe Made.\u201c<br \/>\nT: \u201eDas ist Sassia Pirr, eine beloranische K\u00f6nigin.\u201c<br \/>\nK: \u201eDas soll eine K\u00f6nigin sein? Das ist doch obsz\u00f6n! Dieser riesige schwabbelige Hinterk\u00f6rper! Und dann pulsiert das auch noch &#8230; wieso hat sie keine Fl\u00fcgeldecken?\u201c<br \/>\nT: \u201eAbgeschnitten &#8230; die Fl\u00fcgel und die hinteren Beinpaare auch. Das soll angeblich besonders effizient sein.\u201c<br \/>\nK: \u201eWieso das?\u201c<br \/>\nT: \u201eSo gibt es keine Komplikationen. Die M\u00e4nnlichen werden wie am Flie\u00dfband abgefertigt. Die Arbeiterinnen assistieren dabei in drei Schichten.\u201c<br \/>\nK: \u201eDiese K\u00e4fer haben eine abartige Vorstellung von Sex.\u201c<br \/>\nT: \u201eVielleicht auch \u00fcberhaupt keine. Es geht ihnen nur um die Vermehrung.\u201c<br \/>\nK: \u201eMir tut das arme Biest leid. Wieso gehen die eigentlich mit den eigenen Weibern so schlecht um?\u201c<br \/>\nT: \u201eDie K\u00f6nigin stammt immer aus einem fremden Stock. Man kauft oder raubt ein junges Weibchen, wenn die alte unfruchtbar geworden und im Zerhacker gelandet ist. Die Vermehrung muss weitergehen.\u201c<br \/>\nK: \u201eUm noch mehr Kriege f\u00fchren und Planeten kahl fressen zu k\u00f6nnen. Was die Beloraner machen ist doch v\u00f6llig sinnlos. Niemand wird dabei gl\u00fccklich. Die Arbeiterinnen rackern jeden Tag bis zum Umfallen, die Soldaten kennen nur Eroberungskriege und die einzige Frau im Stock wird zur Geb\u00e4rmaschine zurechtgeschnippelt. Am Ende wartet auf alle ein grausamer Tod im Zerhacker.\u201c<br \/>\nT: \u201eDas hast du dir also auch schon angesehen &#8230; auf welch schreckliche Weise sie sterben.\u201c<br \/>\nK: \u201eJa. Und was daraus produziert wird und wie sie es fressen. Das ist alles so deprimierend und stupide, irgendwie mechanisch. Insektoide Zivilisationen sind unheimlich.\u201c<br \/>\nT: \u201eSie fordern unseren Protest heraus, weil sie unsere Werte komplett ignorieren. Langsam kann ich nachvollziehen, weshalb du diese Spezies vernichten wolltest. Den Beloranern ist nicht zu helfen. Unser Heiler meint, dass Insektoide sehr stark durch Instinkte gesteuert werden. Es liegt an den Ganglien.\u201c<br \/>\nK: \u201eIch m\u00f6chte sie, nun, wo ich sie genauer kenne, nicht so schnell aufgeben. Sie sind leidensf\u00e4higer und beharrlicher als alle anderen Spezies der Liga. Der Einzelne z\u00e4hlt nicht viel. Ihre unflexible Art kann auch eine St\u00e4rke sein. Sie haben das Potenzial, sehr n\u00fctzlich oder sehr sch\u00e4dlich zu sein.\u201c<br \/>\nT: \u201eWenn wir diese Welt vor\u00fcbergehend in Besitz nehmen, d\u00fcrfte das eine Erl\u00f6sung f\u00fcr die meisten K\u00e4fer sein &#8230; aber leicht wird es bestimmt nicht.\u201c<br \/>\nK: \u201eWenn wir die volle Verantwortung f\u00fcr diese Zivilisation \u00fcbernehmen &#8230; einige besonders widerliche Praktiken verbieten und ein paar gute Br\u00e4uche hinzuf\u00fcgen &#8230;\u201c<br \/>\nT: \u201eDu vergisst gerade die Leitmaxime!\u201c<br \/>\nK: \u201eDarauf schei\u00dfe ich. In diesen K\u00e4fern steckt eine unb\u00e4ndige Kraft. Wenn sie auf unserer Seite w\u00e4ren, k\u00f6nnte das die Liga st\u00e4rken und stabilisieren.\u201c<br \/>\nT: \u201eDu willst die Zerhacker abschaffen!\u201c<br \/>\nK: \u201eDas vielleicht nicht &#8230;\u201c<br \/>\nT: \u201eWas dann? Zerhacken nur mit Bet\u00e4ubung? Das ist zynisch.\u201c<br \/>\nK: \u201eDie Nekrophilie dieser Spezies ist m\u00f6glicherweise ein essenzieller Bestandteil ihrer Kultur. Sie brauchen das letzte gro\u00dfe Opfer. Aber wir sollten \u00c4rzte nach Belor schicken. Sie k\u00f6nnten viele Kranke und Verwundete vor der Maschine bewahren und au\u00dferdem helfen, \u00fcberfl\u00fcssigen Nachwuchs zu verhindern.\u201c<br \/>\nT: \u201eSo willst du die Beloraner z\u00e4hmen.\u201c<br \/>\nK: \u201eNicht z\u00e4hmen &#8230; so wild sind sie n\u00e4mlich gar nicht. Mir w\u00fcrde es schon reichen, wenn sie etwas weiter denken w\u00fcrden, als ihre schwarzen Kackekr\u00fcmel fliegen k\u00f6nnen. Es braucht daf\u00fcr nur einen Schwachpunkt, um den Hebel anzusetzen und ihr tristes Gedankengeb\u00e4ude zum Einsturz zu bringen Ich denke, du hast ihn bereits gefunden.\u201c<br \/>\nT: \u201eIch? Meinst du etwa diese arme verst\u00fcmmelte Kreatur?\u201c<br \/>\nK: \u201eDu sagtest doch, dass die K\u00f6niginnen der anderen St\u00f6cke nicht besser aussehen. Durch jede beloranische Gro\u00dffamilie geht ein Riss. Die K\u00f6niginnen werden gleichzeitig erh\u00f6ht und erniedrigt. Man qu\u00e4lt sie, beutet sie aus &#8230; und gibt ihnen dennoch eine ganze Menge Macht. Auch da gibt es einen Riss mitten durch die Individuen. Da ist viel Hass im Spiel.\u201c<br \/>\nT: \u201eDu willst also die Parteien gem\u00fctlich aufeinander hetzen und ihnen dann die Gesetze der Liga \u00fcberst\u00fclpen? Jetzt bin ich aber entt\u00e4uscht!\u201c<br \/>\nK: \u201eNein, ich denke an etwas ganz anderes. Wir heilen die K\u00f6niginnen, st\u00e4rken ihre Position und schaffen so eine ganz neue Art von Gerechtigkeit &#8230; wie viel solche Gro\u00dffamilien mag es auf Belor geben?\u201c<br \/>\nT: \u201eViele hat der Krieg ausgel\u00f6scht &#8230; aber ich sch\u00e4tze &#8230; halt, ich habe die korrekte Zahl: Elftausenddreihundertneun.\u201c<br \/>\nK: \u201eWir brauchen also ungef\u00e4hr f\u00fcnfhundert Chirurgen &#8230;\u201c<br \/>\nT: \u201eDie K\u00f6niginnen &#8230;\u201c<br \/>\nK: Sie werden bestimmt dankbar sein. Ich gehe jetzt rein zu dieser Sassia Pirr und rede mit ihr. Ich werde sie notfalls auch da, wo sie am wabbeligsten ist, streicheln. Das ist der neue Weg zum Frieden wert.<br \/>\nT: \u201eDu bist und bleibst ein Pragmatiker.\u201c<br \/>\nK: W\u00e4re dir ein durchgeknallter Idealist lieber? \u201e<br \/>\nT: \u201eNein, nicht wirklich. Au\u00dferdem finde ich es sch\u00f6n, dass wir wieder einer Meinung sind.\u201c<br \/>\nK: \u201eGib es zu, du hattest doch Schiss vor dem Bau.\u201c<\/p>\n<p>III: Erstes Krankenhaus der Liga in Karthala<\/p>\n<p>T: \u201eHeute wird die letzte K\u00f6nigin gesund nach Hause entlassen. Damit hat sich Belor von Grund auf ver\u00e4ndert. Und dann noch das zus\u00e4tzliche Lametta &#8230; Du kannst zufrieden sein.\u201c<br \/>\nK: \u201eDu aber auch. Du f\u00fchrst jetzt ein eigenes Schiff.\u201c<br \/>\nT: \u201eStimmt. Ich bin gerade ziemlich gl\u00fccklich. Das Wichtigste ist jedoch: Die Beloraner scheinen unser Eingreifen in ihre Gesellschaft langsam zu akzeptieren.\u201c<br \/>\nK: \u201eDas stimmt so nicht ganz. Die K\u00f6niginnen sind uns sehr dankbar, auch wenn sie sich noch nicht offiziell ge\u00e4u\u00dfert haben. Die Arbeiterinnen sind tief gespalten. Einige vermissen die Macht, die sie \u00fcber ihre K\u00f6nigin hatten. Andere w\u00fcnschen sich zus\u00e4tzliche Freiheiten. Denen k\u00f6nnen wir sicher helfen.\u201c<br \/>\nT: \u201eUnd die Soldaten?\u201c<br \/>\nK: \u201eDie w\u00fcrden gern wieder Krieg spielen und m\u00fcssen statt dessen den Arbeiterinnen beim Wiederaufbau helfen. Sie sollen sich hervortun, um bei ihren K\u00f6niginnen vorgelassen zu werden und haben keine Gelegenheit dazu. Sie haben in jeder Hinsicht die Arschkarte gezogen.\u201c<br \/>\nT: \u201eDann ist die Kriegsgefahr noch nicht vorbei &#8230;\u201c<br \/>\nK: \u201eStimmt. De Soldaten haben den Sinn ihres Lebens verloren.\u201c<br \/>\nT: \u201eWas f\u00fcr ein Irrsinn! Wenn die M\u00e4nnlichen die beloranische Gesellschaft auf links drehen, wird ihre Aggressivit\u00e4t ins Unermessliche steigen. Dann war es vielleicht doch falsch &#8230;\u201c<br \/>\nK: \u201eSchei\u00df drauf! Ich will jetzt nicht dar\u00fcber nachdenken, ob es falsch war, den K\u00e4fern etwas Gutes zu tun. Schau mal &#8230; da kommt die j\u00fcngste K\u00f6nigin auf ihren eigenen gesunden Beinen die Treppe herunter. Es sieht grazi\u00f6s aus. Sie ist viel zierlicher als ihre Kolleginnen.\u201c<br \/>\nT: \u201eUnd sie kommt direkt auf uns zu!\u201c<br \/>\nK: \u201eShit! Jetzt wird es wahrscheinlich r\u00fchrselig!\u201c<\/p>\n<p>J: \u201eGute Gedanken und Frieden! Ich bin Jaika Bomm. Seid ihr die, die ich suche und auf wen wartet ihr?\u201c<br \/>\nT: \u201eThalno aus dem Hause Boras.\u201c<br \/>\nK: \u201eKoolmak aus dem Hause Ennu. Ja. Wir stehen deinetwegen hier herum. Du bist die letzte K\u00f6nigin, die ihre Beine und Fl\u00fcgel zur\u00fcckerhalten hat. Wir wollten sehen, wie du abfliegst.\u201c<br \/>\nJ: \u201eHabt ihr bei den elftausenddreihundertacht anderen K\u00f6niginnen auch zugesehen?\u201c<br \/>\nT: \u201eDas nicht, nur wenn wir ausnahmsweise Zeit hatten &#8230;\u201c<br \/>\nJ: \u201eZzzzzzz! Ihr haltet euch f\u00fcr gro\u00dfe Wohlt\u00e4ter.\u201c<br \/>\nK: \u201eWas wei\u00dft du schon \u00fcber uns!\u201c<br \/>\nJ: \u201eEine ganze Menge. Du, Thalno, bist ein ganz Guter. Du hast die Vernichtung unserer Biosph\u00e4re verhindert, indem du dich ohne Schutzanzug hinunter auf den Planeten begeben hast. Das war eine edle, wenn auch m\u00f6glicherweise dumme, Tat. Ein Teil meines Volkes ist n\u00e4mlich noch immer im Feindschaftsmodus.\u201c<br \/>\nT: \u201eIch &#8230; hmm &#8230; vielleicht &#8230;\u201c<br \/>\nJ: \u201eDich, Koolmak, verstehe ich \u00fcberhaupt nicht. Erst hast du deine geballte Logik ins Feld gef\u00fchrt um die Erlaubnis f\u00fcr einen Overkill zu erhalten, dann l\u00e4sst du dich von ein paar M\u00e4nnern in wei\u00dfen M\u00e4nteln aufhalten &#8230; und am Ende freundest du dich mit ihnen an und machst Milliarden Krediteinheiten locker, damit beloranische K\u00f6niginnen wieder laufen und fliegen k\u00f6nnen. Was treibt dich an, Heylaner?\u201c<br \/>\nK: \u201eIch mag Frauen. Ich fand es unertr\u00e4glich, wie man euch verst\u00fcmmelt, bevormundet und ausgebeutet hat.\u201c<br \/>\nJ: \u201eUnd die Folgen? Hast du dar\u00fcber nachgedacht?\u201c<br \/>\nK: \u201eEs gibt eine Theorie: In Gesellschaften, in denen Frauen anst\u00e4ndig behandelt werden, geht es insgesamt gerechter und vern\u00fcnftiger zu.\u201c<br \/>\nT: \u201eEs war ein m\u00f6glicher Weg zum Frieden. Nicht so sicher wie der Overkill, daf\u00fcr ethischer und logischer.\u201c<br \/>\nJ: \u201eUnd wer hat die Idee ausgebr\u00fctet, dass eine heile Welt an den intakten Beinen und Fl\u00fcgeln von K\u00f6niginnen h\u00e4ngt?\u201c<br \/>\nT: \u201eDas war Koolmak. Er ist ein Romantiker.\u201c<br \/>\nK: \u201eGrrrr! Das war in erster Linie logisch.\u201c<br \/>\nJ: \u201eWas ist ein Romantiker?\u201c<br \/>\nT: \u201eJemand der an die gro\u00dfe Liebe und an edle Helden glaubt.\u201c<br \/>\nK: \u201eMach mich nicht zum Trottel!\u201c<br \/>\nJ: \u201eIch m\u00f6chte auch etwas Romantisches tun. Sicher ist das gut f\u00fcr unsere V\u00f6lker. Koolmak, ich habe geh\u00f6rt, dass du k\u00fcrzlich zum Admiral bef\u00f6rdert wurdest, dass dir jetzt zwei Adjutanten zustehen und eine der beiden Stellen noch frei ist. Ich m\u00f6chte f\u00fcr dich arbeiten.\u201c<br \/>\nK: \u201eDu bist eine K\u00f6nigin. Du hast andere Pflichten.\u201c<br \/>\nJ: \u201eHabe ich nicht mehr. Eure famosen Heiler haben auf meinen Wunsch 98 Prozent meiner Eier abgesaugt. Ich geh\u00f6re jetzt zu keiner Kaste mehr und kann frei entscheiden, was ich mit meinem Leben anfangen will. Ich m\u00f6chte arbeiten und irgendwann euer Konzept der Kleinfamilien ausprobieren.\u201c<br \/>\nK: \u201eIch wei\u00df nicht, was ich sagen soll &#8230;\u201c<br \/>\nJ: \u201eGeh den Weg zum Frieden bis zum Ende und sag ja. Belor muss den anderen Ligawelten gleichgestellt werden. Ihr m\u00fcsst die Ligaflotte f\u00fcr unsere Soldaten und die Baustellen aller Ligawelten f\u00fcr unsere Arbeiterinnen \u00f6ffnen. Und was mich angeht: Ich kann ziemlich gut strategisch denken.\u201c<br \/>\nK: \u201eJaika! Das ist doch nicht die ganze Wahrheit.\u201c<br \/>\nJ: \u201eIch m\u00f6chte in deiner N\u00e4he sein. Wir sind zwar inkompatibel aber &#8230; und ich will lernen, was Demokratie bedeutet.\u201c<br \/>\nK: \u201eDu hast das hier alles genau geplant &#8230;\u201c<br \/>\nJ: \u201eZzzzzz! Ja.\u201c<br \/>\nK: \u201eWie kommst du ausgerechnet auf mich?\u201c<br \/>\nJ: \u201eWeil du dir so einen romantischen Augenblick redlich verdient hast.\u201c<br \/>\nT: \u201eWeil du im richtigen Augenblick umgekehrt bist.\u201c<br \/>\nK: \u201eGrrr! Ihr \u00fcbertreibt doch ma\u00dflos. Aber einverstanden. Willkommen an Bord, Jaika vom Planeten Belor.\u201c<\/p>\n<p>(C) 2017 Anneliese Wipperling<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeit: vor 80 Jahren Die Beloraner sind eine arbeitsame und kriegerische insektoide Spezies. Arbeiterinnen und Soldaten haben keine Zeit f\u00fcr Kunst und auch kein Interesse daf\u00fcr. Lediglich die K\u00f6niginnen in den St\u00f6cken, die den ganzen Tag mit Kopulieren und Eier legen besch\u00e4ftigt sind, machen sich neuerdings nebenbei so ihre Gedanken. Ihr Sinn f\u00fcr Poesie l\u00e4sst zumeist noch etwas zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Sie denken sich eher Dialoge aus oder denken \u00fcber ihre eigene Geschichte nach.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ca_portfolio_gallery_project_year":"","ca_portfolio_gallery_client":"","ca_portfolio_gallery_skills":"","ca_portfolio_gallery_url":"","ngg_post_thumbnail":0},"categories":[77,34],"tags":[41,228,235],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3513"}],"collection":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3513"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3513\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3773,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3513\/revisions\/3773"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}