{"id":337,"date":"2008-03-05T10:16:39","date_gmt":"2008-03-05T09:16:39","guid":{"rendered":"http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=337"},"modified":"2014-04-10T19:49:35","modified_gmt":"2014-04-10T19:49:35","slug":"annelese-wipperling-adriana-wipperling-hans-b-walter-kiesenhofer-gerd-schleusner-im-licht-des-abends-stand-der-bach-still","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sandozean.de\/?p=337","title":{"rendered":"Anneliese &#038; Adriana Wipperling, Hans B., Walter Kiesenhofer, Gerd Schleusner: &#8222;Im Licht des Abends stand der Bach still&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/Cover-im-Licht-klein.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2212\" style=\"margin-left: 10px; margin-right: 10px;\" alt=\"Cover im Licht klein\" src=\"http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/Cover-im-Licht-klein-237x300.jpg\" width=\"237\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/Cover-im-Licht-klein-237x300.jpg 237w, http:\/\/sandozean.de\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/Cover-im-Licht-klein.jpg 380w\" sizes=\"(max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/a>Die befreundeten Autoren Hans B., Adriana und Anneliese Wipperling, Walter Kiesenhofer und Gerd Schleusner reisen gemeinsam durch Zeit und Raum. S\u00e4mtliche Illustrationen stammen von den Autoren der Geschichten und Gedichte.<\/p>\n<p>Die Anthologie beginnt mit einer Shortstory, die vom Untergang des vorigen und dem Beginn unseres Kosmos erz\u00e4hlt. Ein Weltgeist wird geboren und sorgt von nun an f\u00fcr ein lebensfreundliches Universum.<\/p>\n<p>In weiteren Geschichten und Gedichten offenbaren sich die Geheimnisse und Abgr\u00fcnde hinter scheinbar allt\u00e4glichen Begebenheiten.<br \/>\nDer Leser erlebt fantastische, humorvolle, ber\u00fchrende und erschreckende Momente der Gegenwart und Zukunft auf der Erde, im All und auf fremden Welten.<br \/>\nDichter der Erde und fiktive Poeten anderer Planeten enth\u00fcllen ihre Gedanken, Gef\u00fchle und Tr\u00e4ume, ihren Zorn, ihre Liebe und ihre Verzweiflung.<\/p>\n<p>Am Ende der Reise ist &#8222;Gott&#8220; ausgelaugt und entmutigt. Der vorzeitige Untergang des ganzen Universums droht.<br \/>\nWird es gelingen, dem Leben eine neue Chance zu geben?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4>Hans B.: \u201eDer Tr\u00e4umer im Traum\u201c:<\/h4>\n<p>Es war einmal eine m\u00e4chtige uralte Schlange.<br \/>\nSie schlief jahrhundertelang in den Tiefen der unteren Erde.<br \/>\nEines Tages erwachte sie, brach die Erde auf<br \/>\nund kroch sich windend und wandernd<br \/>\nlange \u00fcber weite menschenleere und kahle Ein\u00f6den.<br \/>\nEin Riese,<br \/>\nauf den sie \u00fcberraschend stie\u00df,<br \/>\nerschlug sie,<br \/>\nzerst\u00fcckelte sie mit der silbergl\u00e4nzenden Sichel des Mondes<br \/>\nund verscharrte sie in einer tiefen Mulde.<br \/>\nAus der Mulde erwuchs nach kurzer Zeit ein m\u00e4chtiger Baum,<br \/>\nmit tiefen Wurzeln, einem starken Stamm<br \/>\nund einer weit ausladenden, immergr\u00fcnen Krone.<br \/>\nEr bl\u00fchte ohne Ende, das ganze Jahr lang,<br \/>\nund trug gleichzeitig Fr\u00fcchte.<br \/>\nErdfr\u00fcchte,<br \/>\nnicht essbar, nicht zu pfl\u00fccken,<br \/>\ndie zahlreich dicht an dicht wuchsen<br \/>\nund dadurch eine neue, obere Erde bildeten.<br \/>\nSeltsame Fr\u00fcchte waren das,<br \/>\naus Sand und Lehm, aus Steinen und fettem Mutterboden,<br \/>\nmit winzigen Landschaften, Bergen, T\u00e4lern, Ebenen und Mulden.<br \/>\nIn eben einer solchen Mulde dieser oberen Erde schlief ein Mann.<br \/>\nEr war nackt,<br \/>\numschlungen nur von den Haaren und Armen einer Frau,<br \/>\nbedeckt und gesch\u00fctzt von ihrem Gesicht.<br \/>\nEs war Nacht.<br \/>\nSterne fielen in das Haar der Frau \u00e2\u20ac\u201c<br \/>\nund in den Traum<br \/>\ndes Tr\u00e4umers im Traum des Tr\u00e4umers des Traums im Traum des Tr\u00e4umers im Traum \u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Walter Kiesenhofer: \u201ecool\u201c:<\/h4>\n<p>herde erkaltet<br \/>\nfeuer erloschen<br \/>\nr\u00e4ume leer<\/p>\n<p>jagend m\u00e4nner<br \/>\njagend frauen<br \/>\nweiter nur weiter<\/p>\n<p>herde erkaltet<br \/>\nmenschen erloschen<br \/>\nfeuer leer<\/p>\n<p>endlich<br \/>\nalles<br \/>\nausgecoolt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Adriana Wipperling: Auszug aus \u201eMetamorphose\u201c<\/h4>\n<p>Doch Laiina und Maiitr\u00f3 waren fr\u00f6hliche Larven. Damals hatten sie noch Fl\u00fcgel besessen, sie segelten \u00fcber den D\u00e4chern, fra\u00dfen Bl\u00e4tter von B\u00e4umen, lachten und tr\u00e4umten. Manchmal trieben sie sich in den Schmuddelbezirken herum, spielten zwischen M\u00fclltonnen und verfallenen Bauten, kicherten \u00fcber die Betrunkenen, die mit schlackernden Bei\u00dfzangen aus den Tavernen getorkelt kamen, erz\u00e4hlten sich Gruselgeschichten bei Kerzenschein \u2026<br \/>\nBis ihnen eines Tages etwas wirklich Gruseliges passierte: Ein einzelnes, riesiges, gelbes Auge gl\u00fchte hinter einer verrotteten Mauer auf, ein Kopf mit \u00fcberdimensionierten Bei\u00dfzangen kam zum Vorschein, dann ein paar scheu\u00dflich deformierte Gliedma\u00dfen \u2026<br \/>\nMaiitr\u00f3 und Laiina rannten, was ihre acht Beinchen hergaben, schlugen verzweifelt mit ihren Fl\u00fcgeln \u2026 endlich hatten sie genug Schwung, um abheben. Die Greifer des Monsters verfehlten nur knapp Laiinas Hinterteil.<br \/>\n\u201eHoffentlich war euch das eine Lehre\u201c, zischte ihre Mutter erbost. \u201eIch hatte euch doch verboten, in solch d\u00fcsteren Gegenden herumzuflattern! Seid froh, dass ihr fliegen k\u00f6nnt \u00e2\u20ac\u201c sonst w\u00e4rt ihr l\u00e4ngst von wilden Tieren verspeist worden.\u201c<br \/>\n\u201eAber das war kein wildes Tier. Es war ein Mann\u201c, widersprach Laiina. \u201eWarum sah er so verunstaltet aus?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Anneliese Wipperling: Auszug aus \u201eEs werde Gott\u201c<\/h4>\n<p>Auf den ersten Blick sehen die Stra\u00dfen von Heyla\u2019Thur wie immer aus: Die grelle Mittagssonne schl\u00e4gt sie gnadenlos platt. Hell gekleidete Heylaner diskutieren in den Arkaden leise und diszipliniert an melodisch pl\u00e4tschernden Brunnen. Einige Au\u00dfenweltler schleppen sich im Schatten der niedrigen H\u00e4user und Gartenmauern dahin. Sie \u00e4chzen und taumeln, w\u00e4hrend die Hitze ihnen den Schwei\u00df von ihren gedunsenen Gesichtern leckt. Ein paar kleine Jungen jagen kreischen ihrem zahmen Whiskal hinterher. Ein M\u00e4dchen wiegt im Schatten eines Indukibaums hingebungsvoll eine gr\u00fcnlich bemalte Puppe.<br \/>\nDas Unheil kommt lautlos und unerwartet.<br \/>\nWinzige Glasv\u00f6gel fallen lautlos vom Himmel und verwandeln sich beim Aufprall in leichte silbrige Ascheh\u00e4ufchen. \u00dcberall bilden sich mehrere Djibb gro\u00dfe rauchige Kugeln, in denen alles schrumpft \u00e2\u20ac\u201c auch die Lebewesen, deren trostlose Schreie die Umahs der zehn gro\u00dfen Meister martern. Risse ziehen sich kreuz und quer durch die Mauern der Wohnst\u00e4tten, werden immer breiter \u00e2\u20ac\u201c bis alles donnernd zusammenbricht. Aber da sind die Heylaner und Au\u00dfenweltler l\u00e4ngst verstummt.<br \/>\nDann l\u00f6sen sich riesige Flashs aus der Atmosph\u00e4re der Sonne, die sich abrupt dunkelblau verf\u00e4rbt. Die Lebewesen au\u00dferhalb der rauchigen Kugeln verbrennen. Nichts bleibt \u00fcbrig. Die Sonne scheint immer n\u00e4her zu kommen, bis sie irgendwann ein Viertel des Himmels einnimmt. Ein dunkelroter Schmelzfluss ebnet alles ein. Heyla ist tot.<\/p>\n<table width=\"780\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"left\" width=\"303\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Farbcover: <\/strong><\/span><\/td>\n<td align=\"left\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\">Adriana Wipperling <\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\" width=\"303\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Seitenzahl: <\/strong><\/span><\/td>\n<td align=\"left\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\">197 Seiten DIN A4 <\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\" width=\"303\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Preis: <\/strong><\/span><\/td>\n<td align=\"left\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\">5,00 EURO <\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\" width=\"303\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Altersbeschr\u00c3\u00a4nkung: <\/strong><\/span><\/td>\n<td align=\"left\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\">Keine<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"left\" valign=\"top\" width=\"303\" height=\"30\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Bezug: <\/strong><\/span><\/td>\n<td align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"http:\/\/www.xinxii.com\/product_info.php?products_id=312405\">www.xinxii.com <\/a><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die befreundeten Autoren Hans B., Adriana und Anneliese Wipperling, Walter Kiesenhofer und Gerd Schleusner reisen gemeinsam durch Zeit und Raum. 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