{"id":199,"date":"2008-02-11T20:13:03","date_gmt":"2008-02-11T19:13:03","guid":{"rendered":"http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=199"},"modified":"2025-05-13T19:04:23","modified_gmt":"2025-05-13T19:04:23","slug":"falsches-licht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sandozean.de\/?p=199","title":{"rendered":"Falsches Licht"},"content":{"rendered":"<p><em>Auf dem lebensfeindlichen Planeten Targa st\u00fcrzt ein Raumschiff einer insektoiden Forscherzivilisation ab. Doch die schnecken\u00e4hnlichen Bewohner von Targa k\u00f6nnen nur ultraviolettes Licht wahrnehmen. Sie sehen die Fremden nicht in ihrer wahren Gestalt und halten sie f\u00fcr grauenerregende Monster \u2026 <\/em><\/p>\n<p><strong>SF-Kurzgeschichte von Anneliese Wipperling<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Fehlfunktion war eher banal: Ein \u00fcberhitzter L\u00fcfter hatte das Computersystem innerhalb weniger Zeiteinheiten v\u00f6llig lahmgelegt, was den innovativen, silbern schimmernden Lichtraumer vom Planeten Khonthar j\u00e4h stoppte und unkontrolliert durchs All taumeln lie\u00df. Bei\u00dfender Qualm waberte \u00fcber die achteckige Br\u00fccke, hohe Piept\u00f6ne trieben den Kommandanten und die Diensthabenden fast in den Wahnsinn, w\u00e4hrend sie die peripheren Systeme hektisch mit mehr oder weniger veralteten Backups f\u00fctterten.<br \/>\nEs gelang ihnen immer wieder, das Unvermeidliche zu verhindern: den Lichtblitz, der alles verschlingen w\u00fcrde. Aber es war schon klar \u2026<br \/>\n\u201eTsss! Wir m\u00fcssen irgendwo runter\u201c, \u00fcberschrie Valikh, der Kommandant, das Get\u00f6se, hob die schillernden Fl\u00fcgeldecken und kratzte sich hingebungsvoll mit seinen harten gr\u00fcnen Hinterklauen. \u201eWir brauchen ein Raumdock.\u201c<br \/>\nEin schrilles Aufheulen der Konsole unterstrich seine Aussage.<br \/>\n\u201eIn dieser zivilisatorischen W\u00fcste?\u201c sirrte Khallah, die karminrot gefleckte Navigatorin, ver\u00e4chtlich. \u201eWir haben vor zwanzig khontharischen Uml\u00e4ufen das Territorium des gro\u00dfen Kokons verlassen und sind seitdem auf keinen einzigen bewohnten Planeten gesto\u00dfen. Wir k\u00f6nnen vermutlich schon froh sein, wenn wir eine Welt mit halbwegs atembarer Atmosph\u00e4re finden.\u201c<br \/>\nValikhs rote Facettenaugen schimmerten samtig. \u201eDie heilige k\u00f6rperlose K\u00f6nigin wird uns den richtigen Weg weisen.\u201c<br \/>\n\u201eMuss ich daran erinnern, dass ich Atheistin bin?\u201c murrte Khallah und schob ein weiteres Backup in den Schlitz.<br \/>\nDas Piepen verstummte schlagartig und Hoffnung regte sich in den strapazierten Ganglien der Khontharer.<br \/>\n\u201eIn drei Lichteinheiten Entfernung gibt es vielleicht ein geeignetes System\u201c, meldete sich Zhambaah, ein d\u00fcnnpanzeriger junger Praktikant, zu Wort. \u201eDie Spektralklasse der Sonne f\u00e4llt zwar ein bisschen aus der Hauptreihe, aber auf dem dritten Planeten gibt es Sauerstoff und Methan. Leider reicht Letzteres nicht f\u00fcr den Stoffwechsel der Lufts\u00e4cke.\u201c<br \/>\n\u201eEine untypische Sonne?\u201c fragte die Navigatorin fasziniert. \u201eDas w\u00fcrde wom\u00f6glich die orthodoxe Theorie kippen. Erkl\u00e4r das genauer.\u201c<br \/>\n\u201eSsss!\u201c summte der Praktikant eifrig. \u201eDieser seltsame Stern strahlt \u00fcberwiegend im UV- und Gammabereich. Mit blo\u00dfen Augen sieht man nicht viel, nur ein schwaches blaues Glimmen. Er muss jung sein und riesig. Eigentlich verstehe ich nicht, wie der Sauerstoff in die Atmosph\u00e4re des Planeten kommt. Sein Magnetfeld ist viel zu schwach um den Sonnenwind abzulenken. Dass Pflanzen in so einer Finsternis voll harter Strahlung \u00fcberhaupt existieren k\u00f6nnen, widerspricht allen bekannten Theorien.\u201c<br \/>\nDer Kommandant studierte mit zitternden F\u00fchlern die Anzeigen. \u201eTsss! Es ist keine gute Idee, auf dieser absurden Welt zu landen. Wir brauchen genug Methan f\u00fcr den alternativen Stoffwechsel. Sonst m\u00fcssen wir pausenlos fressen und kriegen das Schiff nie wieder hoch!\u201c Valikh drehte den Kopf mit den riesigen Augen besorgt hin und her. \u201eWer wei\u00df, ob es da was Genie\u00dfbares gibt. Methanaufnahme ist viel sicherer als fremde Pflanzen. Die sind wom\u00f6glich giftig f\u00fcr uns. Nein! Ich kann das nicht verantworten.\u201c<br \/>\nIm selben Moment fielen s\u00e4mtliche optische Sensoren aus.<br \/>\n\u201eOh du gro\u00dfe allweise Mutter!\u201c schrillte Valikh erschrocken auf. \u201eGut landen wir auf dem abartigen Ding!\u201c<br \/>\n\u201eHoffentlich halten die Gravimesser noch eine Weile!\u201c<br \/>\nKhallah wendete das erblindete Schiff und folgte vorsichtig der Schwerespur des angepeilten Systems. Auf der Br\u00fccke des Raumers herrschte gespannte Stille bis \u2026<br \/>\nDas Gellen und Dr\u00f6hnen beim Absturz war f\u00fchlerzerfetzend.<br \/>\nDrei Paar hornige Vorderkrallen klammerten sich krampfhaft an die Titanstreben der Sitzgest\u00e4nge. Nur Valikh stand noch mit wild peitschenden Antennen und Greifern aufrecht.<br \/>\n\u201eErhabene K\u00f6nigin!\u201c betete er durchdringend. \u201eRette unser aller Leben! Bitte!\u201c<br \/>\nDer khontharische Lichtraumer bohrte sich tief in den weichen Boden der fremden Welt.<br \/>\nDie Besatzung lag starr und denkmusterlos am Boden.<br \/>\nLangsam sickerte tr\u00fcbes Wasser in den rauchenden Krater.<br \/>\nDer allgegenw\u00e4rtige Nebel deckte das Desaster beinahe liebevoll zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Meramah und Tarmoh glitten mit z\u00e4rtlich verknoteten Tentakeln die romantische Paarungsbahn des \u00f6ffentlichen Stadtparks entlang. Zwei ineinanderflie\u00dfende glitzernde Schleimspuren markierten ihren Weg in das wattig weiche Gl\u00fcck junger Liebe &#8211;&nbsp; ein Reich hymnischer Ges\u00e4nge und bet\u00f6render Strudel.<br \/>\nMit ihren schmalen, von grazi\u00f6sen Hautlappen beschatteten Augen erfreuten sie sich an den zarten Nuancen der ultravioletten Bl\u00e4tter und B\u00e4ume. Und an den Nebelschwaden, die malerisch zwischen den St\u00e4mmen wallten. Vor und hinter ihnen bewegten sich weitere Paare langsam \u00fcber den sauberen dunkelblauen Plastikbelag.<br \/>\nEs war ein besonders sch\u00f6ner Tag, wenigstens aus Sicht eines Targaners.<br \/>\nAlles war angenehm feucht und hell. Erlesene D\u00fcfte r\u00fchrten an die filigranen Rezeptoren heimischer Riechorgane. Winzige Flugschnecken klapperten monoton mit ihren Kalkfl\u00fcgeln, ein wei\u00dfer Warossah zirpte ged\u00e4mpft im Geb\u00fcsch.<br \/>\n\u201eIch gehe gleich morgen zum Bodenamt\u201c, versprach Tarmoh liebevoll. \u201eIch werde Kalk und Raum f\u00fcr unser erstes Haus beantragen.\u201c<br \/>\n\u201eUnd eine Begattungspalette f\u00fcr unsere Eier\u201c, fl\u00fcsterte Meramah versch\u00e4mt.<br \/>\n\u201eDie muss die Genetikkommission genehmigen\u201c, entgegnete Tarmoh. \u201eDu wei\u00dft, was entsteht, wenn einer von uns irgendwann zu wenig Gegenstrahlung erzeugt hat.\u201c<br \/>\n\u201eJa, ganz entsetzliche Larven.\u201c<br \/>\n\u201eRichtig\u201c, best\u00e4tigte der junge Befruchter. \u201eAlles auf unserer Welt kann nur \u00fcberleben, solange die Zellen der obersten Hautschicht genug Gegenstrahlung im richtigen Spektrum produzieren und so verhindern, dass das Licht der Sonne tiefer eindringt und die Erbmasse zertr\u00fcmmert. Wie du wei\u00dft, gibt es immer wieder Lecks in diesen biogenen Kraftfeldern, Magnetfeldschwankungen von Targa, anomale Strahlungsausbr\u00fcche \u2026\u201c<br \/>\nMerahmahs fleischiger Gleitfu\u00df kr\u00fcmmte sich vor Abscheu.<br \/>\n\u201eIch will das nicht h\u00f6ren! Es war schwer genug, den ganzen Horror aus dem Biologieunterricht wieder zu vergessen: Die vielen Mutationen, unsere strahlungsbedingte Turboevolution, das Dahinsiechen missgebildeter Larven, wie man sie fr\u00fcher get\u00f6tet hat und zu Konzentrat \u2026 nein, ich war nie nachl\u00e4ssig mit meinen Eiern und bin bei jedem Alarm schnell in den n\u00e4chsten Bunker gekrochen. Meine Eier sind in Ordnung. Ist es dein Begattungssaft auch?\u201c<br \/>\n\u201eDas wei\u00df ich nicht genau. Ich war als junge Larve nicht gerade folgsam und habe mich noch nicht testen lassen. Aber wir k\u00f6nnen vielleicht auch ohne Nachwuchs \u2026\u201c<br \/>\nDas Rumpeln und Kreischen passte so gar nicht zu dem herrlichen Wetter. G\u00f6tterfeuer und Wolkenk\u00e4mpfe h\u00f6rten sich auch ganz anders an. Was ihnen da rasend schnell entgegenkam, war ein Ball aus Metall, Rauch und Flammen, etwas, das kein Targaner je erblickt hatte.<br \/>\nPanik brach aus.<br \/>\nM\u00e4chtige Gleitf\u00fc\u00dfe zuckten angsterf\u00fcllt vorw\u00e4rts, saugnapfbewehrte Tentakel peitschten hektisch durch die Luft, ringelten sich um St\u00e4mme und Wurzeln, zerrten die schweren feuchten K\u00f6rper vorw\u00e4rts.<br \/>\nNicht allen Paaren gelang es, dem gewaltigen Geschoss zu entkommen.<br \/>\nHohe Schreie und der strenge Geruch nach zerquetschtem Fleisch und verbrannter Haut marterten die Sinne.<br \/>\nDann wurde es ganz still.<br \/>\nMeramah und Tarmoh sp\u00e4hten hinunter in den dampfenden Trichter.<br \/>\n\u201eDie armen Blumen!\u201c fl\u00fcsterte die Eitr\u00e4gerin wehm\u00fctig.<br \/>\n\u201eUnd die unschuldigen Liebenden!\u201c erg\u00e4nzte der Befruchter heftig. \u201eWas ist das \u00fcberhaupt f\u00fcr ein seltsames Ding? Etwa Besuch aus dem All?\u201c<br \/>\n\u201eEs gibt keine Au\u00dfenweltler\u201c, widersprach Meramah. \u201eEs kam neulich \u00fcbers Datennetz: Dem gro\u00dfen Denker Hamil ist es gelungen, eindeutig zu beweisen, dass auf anderen Welten kein intelligentes Leben m\u00f6glich ist. Alle anderen Sterne haben das falsche Spektrum. Die Bewohner ihrer Planeten w\u00e4ren fast v\u00f6llig blind. Sie k\u00f6nnten nur vage Schatten wahrnehmen und vor allem keine Farben. Sie w\u00fcrden einander nicht richtig erkennen, nicht lieben &#8211;&nbsp; sich nicht vermehren. Nein, im All gibt es h\u00f6chstens ein paar Einzeller.\u201c<br \/>\n\u201eDas sind doch nur Denkspiele\u201c, protestierte Tarmoh. \u201eWir wissen gar nicht, was da drau\u00dfen m\u00f6glich ist. Erst wenn wir unser Sonnensystem verlassen und selbst nachsehen k\u00f6nnen \u2026 schau wenigstens genau hin: Auf dem Ding da unten sind seltsame Zeichen in exakten Zeilen. Ein Meteorit ist das garantiert nicht!\u201c<br \/>\n\u201eDu Abweichler!\u201c schimpfte die Eitr\u00e4gerin \u00e4ngstlich. \u201eMusst du immer alles infrage stellen? Wir kriegen noch \u00c4rger mit dem Gesinnungsamt! Das da unten kann keine Schrift sein, sondern nur ein zuf\u00e4lliges Muster.\u201c<br \/>\nPl\u00f6tzlich wedelte sie verst\u00f6rt mit den vorderen Tentakeln. \u201eHilfe! Der Schrott aus dem All sendet bestimmt Energie aus, in unm\u00f6glichen Frequenzen, auf die unsere automatischen W\u00e4chter nicht geeicht sind! Wenn meine Gegenstrahlung diesmal wirkungslos ist? Meine armen Eier!\u201c<br \/>\n\u201eAlso h\u00e4ltst du das da unten doch f\u00fcr ein Raumschiff?\u201c<br \/>\nMeramah kam nicht dazu, ihrem Liebsten zu antworten. Pl\u00f6tzlich kreischten die \u00fcbrigen Paare hysterisch durcheinander.<br \/>\n\u201eWeg mit dem Weltraumdreck!\u201c<br \/>\n\u201eBuddelt das Loch zu! Schnell!\u201c<br \/>\n\u201eRuft die schwarzen Ordner! Die sollen das Ding vaporisieren!\u201c<br \/>\n\u201eJa! Notruf! Notruf!\u201c<br \/>\n\u201eHer mit dem schweren Laser!\u201c<br \/>\n\u201eTarganer in Lebensgefahr!\u201c<br \/>\n\u201eRettet uns!\u201c<br \/>\n\u201eSch\u00fctzt unsere Eier und Samenquellen!\u201c<br \/>\n\u201eNotruf! Notruf!\u201c<br \/>\nIn der Ferne erklangen bereits die melodischen H\u00f6rner der allseits gef\u00fcrchteten Springgleiter der Gesinnungspr\u00fcfer. Gleich w\u00fcrden die gepanzerten Ordner auftauchen und die St\u00f6rung im targanischen Gemeinwesen eliminieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kam Valikh als Erster wieder zu sich. Schlie\u00dflich hatte die Mannschaft ihn nicht ohne Grund zum Kommandanten des Forschungsschiffs gew\u00e4hlt: Er war stark, friedliebend, diszipliniert, furchtlos und au\u00dfergew\u00f6hnlich intelligent, ein geborener Befehlshaber. Es war seine heilige Pflicht, aufzustehen und f\u00fcr alle Probleme eine L\u00f6sung zu finden.<br \/>\nDiesmal jedoch f\u00fchlte er sich \u00fcberfordert. Er scharrte deprimiert mit seinen gr\u00fcnen Klauen in den weitgehend unbrauchbaren Tr\u00fcmmern der hochmodernen Technik.<br \/>\n\u201eKsss! Offenbar hat Khallah den richtigen Planeten gefunden. Da oben ist ein Riss in der H\u00fclle und wir leben immer noch. Die Atmosph\u00e4re ist tats\u00e4chlich atembar, zwar ekelhaft feucht, muffig und wenig nahrhaft aber atembar. Ich muss wissen, wie es den andern geht und dem Schiff &#8211;&nbsp; ob wir \u00fcberhaupt eine Chance haben.\u201c<br \/>\nKhallah hatte sich eins ihrer acht wohlgeformten Beine gebrochen, ein F\u00fchler war abgeknickt und die attraktiv rot gemusterten Fl\u00fcgeldecken sahen reichlich verknittert aus. Aber sie war nicht nur eine wahre Sch\u00f6nheit, sondern auch eine z\u00e4he K\u00e4mpferin. Ein Medispray brachte sie blitzschnell auf die intakten roten Extremit\u00e4ten.<br \/>\nAuch der Praktikant hatte den Absturz unerwartet gut \u00fcberstanden. Sein jugendlich elastischer Panzer sah noch genau so glatt aus wie vorher. Die Br\u00fcckencrew k\u00e4mpfte sich tapfer durch das zerst\u00f6rte Schiff.<br \/>\nIm Maschinenraum waren alle tot. Offenbar hatte es einen Gasausbruch gegeben, denn die Luft roch immer noch sehr scharf.<br \/>\nAuch die Besch\u00fctzer an der Waffenphalanx hatten es nicht geschafft. Daf\u00fcr ging es der zweiten Schicht in den sto\u00dfged\u00e4mpften Gravikokons richtig gut. Die hatten keinen Kratzer, waren nicht einmal aufgewacht.<br \/>\n\u201eDie Crew hat neun Waffentr\u00e4ger und f\u00fcnf Techniker verloren\u201c, bilanzierte Valikh erbittert. Dann riss er sich zusammen. \u201eAber wir sind immer noch vier Forscher, drei Maschinisten und zusammen mit mir f\u00fcnf erfahrene Besch\u00fctzer. Damit l\u00e4sst sich einiges anfangen. Vorw\u00e4rts! Wir lassen unsere toten Kameraden erstmal an Ort und Stelle liegen. Alles, was mehr als drei feste Beine hat, folgt mir nach drau\u00dfen!\u201c<br \/>\nDie Khontharer bahnten sich den Weg zur Luftschleuse, rissen sie gewaltsam auf. Drau\u00dfen sah es irgendwie schummerig aus, verschwommen, grau.<br \/>\n\u201eUnsere Augen kommen mit dem Spektrum dieser Sonne nicht zurecht\u201c, dozierte der Praktikant wichtigtuerisch. \u201eJa, wenn wir UV-Strahlung wahrnehmen k\u00f6nnten!\u201c<br \/>\n\u201eSchon gut, ich hab die Messwerte gesehen\u201c, summte der Kommandant gestresst. \u201eIch wei\u00df, dass unsere Mikronetzh\u00e4ute daf\u00fcr keine Rezeptoren haben. Und auch nicht f\u00fcr die dreimal verfluchte Gammastrahlung. Die kann unsereins \u00fcbrigens leicht umbringen, vor allem solche jungen Weichpanzer wie dich. Leider m\u00fcssen wir den Schaden von au\u00dfen begutachten.\u201c<br \/>\nZhambaah schwieg erschrocken.<br \/>\nNacheinander kletterten die \u00fcberlebenden Raumfahrer ins Freie.<br \/>\nSie merkten nicht gleich, dass sich im tr\u00fcben Halbdunkel an den H\u00e4ngen des Kraters etwas bewegte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Ordner in schweren schwarzen Schutzanz\u00fcgen glitschten energisch den Abhang hinunter. Was dort aus dem Schrotthaufen gekrochen kam, war gar zu untarganisch und ziemlich widerw\u00e4rtig: farblose riesige Krabbeltiere! Sie sahen wie \u00fcberdimensionale Mehlraspler aus. Und halt! F\u00fcnf von denen hielten verd\u00e4chtige Metallrohre in den H\u00e4nden!<br \/>\n\u201eAchtung!\u201c br\u00fcllte der Erste Befehlshaber alarmiert. \u201eDie Eindringlinge sind bewaffnet!\u201c<br \/>\nSofort zielten hundertachtzig Laser hinunter in den Krater.<br \/>\nDie Targaner schielten angestrengt unter den Hautlappen \u00fcber ihren Augen hervor. Warum war das alles nur so einfarbig verschwommen &#8211;&nbsp; halb durchsichtig?<br \/>\nHatten die wom\u00f6glich eine Art Tarnvorrichtung? Eine Tarnvorrichtung, die nur nicht richtig funktionierte? Wenn ja, waren die Fremden haushoch \u00fcberlegen &#8211;&nbsp; doppelt und dreifach gef\u00e4hrlich!<br \/>\n\u201eKomm\u201c, fl\u00fcsterte Meramah Tarmoh zu. \u201eWir sollten nicht hier sein, wenn unsere Leute die Sch\u00e4dlinge zerstrahlen. Das schadet bestimmt meinen Eiern!\u201c<br \/>\n\u201eUnd wenn es sich doch um vernunftbegabte Lebewesen handelt? Ich finde es nicht richtig, dass wir sie einfach t\u00f6ten und nicht einmal versuchen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Sie haben immerhin ein Raumschiff!\u201c<br \/>\n\u201eUnm\u00f6glich Liebster! Dieses Getier sieht farblos und h\u00e4sslich aus, wie Ungeziefer eben. Vermutlich sind die Lenker des Schiffes &#8211;&nbsp; wenn es \u00fcberhaupt eins ist &#8211;&nbsp; tot und jetzt kriechen ihre L\u00e4use aus den Schlupfwinkeln.\u201c<br \/>\n\u201eNein! Sieh bitte richtig hin! Einige der Wesen halten etwas in den Vordergreifern. Tiere benutzen kein Werkzeug!\u201c<br \/>\n\u201eIch sehe \u00fcberhaupt nichts, nur farbloses Gewusel im Matsch.\u201c<br \/>\nTarmoh wurde vor Eifer und Sorge um die Fremden laut. \u201eUnd wenn sie bei anderer Beleuchtung bunt und wundersch\u00f6n aussehen? Wenn sie auch Maler, S\u00e4nger und Dichter kennen? Wenn sie auf ihren acht Beinen gern im Licht silberner Monde tanzen?\u201c<br \/>\nDie Ordner der hintersten Reihe drehten sich synchron um und starrten das P\u00e4rchen herausfordernd an. \u201eWill hier etwa jemand diese Mehlraspler in seine Tentakel wickeln?\u201c<br \/>\nTarmoh und Meramah wurden steif vor Angst.<br \/>\n\u201eSchie\u00dft doch endlich! Schie\u00dft! Macht sie alle platt!\u201c begannen einige Spaziergleiter demonstrativ laut zu gr\u00f6len.<br \/>\nEin Augenl\u00e4ppchenzucken sp\u00e4ter war der Mob zu voller Pracht aufgelaufen.<br \/>\nAuf einmal waren selbst Meramah ihre Eier egal. Sie dachte gar nicht mehr daran, wegzurutschen.<br \/>\nTarmoh musste entsetzt miterleben, wie seine angebetete Gef\u00e4hrtin lautstark in das irrsinnige Geschrei einstimmte.<br \/>\nNein, damit wollte er nichts zu tun haben. Sein sensibles junges Gem\u00fct f\u00fcrchtete sich sehr davor, die Fremden sterben zu sehen und seine wundersch\u00f6ne Meramah war ihm richtig unheimlich geworden.<br \/>\nVorsichtig l\u00f6ste Tarmoh seine Tentakel aus ihrer Umklammerung und glitt so schnell er konnte davon.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Auch wenn die Khontharer die Angreifer im Zwielicht kaum erkennen konnten, das unartikulierte aggressive Geschrei lie\u00df ihre F\u00fchler erzittern.<br \/>\nValikh legte seinen Laser demonstrativ beiseite, stemmte sich m\u00fchsam auf dem hintersten Beinpaar zur vollen stattlichen Gr\u00f6\u00dfe empor, wedelte h\u00f6flich mit beiden F\u00fchlern und allen sechs freien Gliedern, spreizte dann dem\u00fctig seine schillernden Fl\u00fcgeldecken und pr\u00e4sentierte seine empfindlichen tiefblauen Fl\u00fcgel.<br \/>\n\u201eWir kommen in Frieden!\u201c gellte er in allen ihm bekannten Sprachen. \u201eUnser Schiff ist abgest\u00fcrzt. Wir brauchen Hilfe! Bitte helft uns!\u201c<br \/>\n\u201eWir sind wehrlos! Abgest\u00fcrzt! Freundlich!\u201c schrien die unbewaffneten Wissenstr\u00e4ger und Techniker. \u201eBringt uns zu eurem Raumdock! Helft uns!\u201c<br \/>\nAuch sie entbl\u00f6\u00dften verzweifelt ihre weichsten K\u00f6rperteile.<br \/>\nEinige warfen sich sogar demonstrativ auf den R\u00fccken, um besonders schutzlos zu wirken.<br \/>\n\u201eDas wird uns nichts n\u00fctzen\u201c, der Praktikant stellte sich kurz entschlossen mit angewinkelten Beinen tot. Sein verstohlenes Zirpen erreichte gerade noch Valikhs F\u00fchler. \u201eGlaub mir, nicht einmal, wenn wir die letzte Scham ablegen und die Begattungsorgane aus ihren Kapseln quellen lassen \u2026 diese Riesenschnecken k\u00f6nnen unsere Farben nicht erkennen, unsere Sch\u00f6nheit nicht w\u00fcrdigen. Wir sollten zur\u00fcck auf die Br\u00fccke! Vielleicht funktioniert ja noch einer der Gro\u00dfwerfer.\u201c<br \/>\nValikh drehte zweimal abwehrend den Kopf dann tanzte er laut schrillend den altehrw\u00fcrdigen khontharischen Friedenstanz.<br \/>\n\u201eIch will diese unterentwickelten Fremden nicht t\u00f6ten! Lieber sterbe ich.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Die Targaner registrierten nur, dass die halb durchsichtigen Riesenk\u00e4fer im Kessel einen gewaltigen misst\u00f6nenden L\u00e4rm veranstalteten. Dass ihr unverst\u00e4ndliches Kreischen und Heulen sich abwechselnd in die h\u00f6chsten H\u00f6hen emporschwang und in den tiefsten gerade noch h\u00f6rbaren Frequenzen verlor.<br \/>\nEs klang be\u00e4ngstigend, aggressiv, abgrundtief b\u00f6se.<br \/>\nUnd dass das gr\u00f6\u00dfte und h\u00e4sslichste Insekt &#8211;&nbsp; man konnte sogar das Geschlinge unter dem Panzer pulsieren sehen &#8211;&nbsp; mit allen hornigen Ausw\u00fcchsen gleichzeitig wedelte, war ohne Zweifel das Signal zum Angriff!<br \/>\n\u201eJetzt!\u201c bellte der Befehlshaber der Ordner knapp und ein scharfer Laserstrahl schnitt den jungen angeberischen Zhambaah der L\u00e4nge nach in zwei H\u00e4lften.<br \/>\nFast gleichzeitig st\u00fcrzten der friedliebende Valikh und die rot schillernde Khallah mit qualmenden L\u00f6chern im Brustpanzer zu Boden. Sie fielen auf den R\u00fccken, ruderten noch ein paarmal mit allen hornigen Beinen \u2026 dann r\u00fchrten sie sich nicht mehr.<br \/>\nDie waffenlosen Wissenschaftler und Techniker schrillten panisch und versuchten, sich mit ihren harten Klauen in den weichen Boden zu graben. Aber dort gab es keinen Schutz.<br \/>\nDas Laserfeuer fand sie alle, trennte ihre weichen Hinterleiber ab, die zappelnden Beine und wild surrenden Fl\u00fcgel.<br \/>\nMesser aus Licht pfl\u00fcgten danach kreuz und quer durch den erhitzten Schlamm und lie\u00dfen nur Fetzen von Ganglien, F\u00fchlern und Facettenaugen zur\u00fcck.<br \/>\nDelikate Empfindungen, originelle Gedanken und unersetzliche Informationen gingen f\u00fcr immer verloren.<br \/>\nDie vier khontharischen Besch\u00fctzer suchten &#8211;&nbsp; wie sie es gelernt hatten &#8211;&nbsp; hinter der Luftschleuse und gr\u00f6\u00dferen Tr\u00fcmmerteilen Deckung.<br \/>\nGanz systematisch bestrichen sie mit ihren schweren Energiewerfern das undeutliche Gewimmel an den W\u00e4nden des Kraters und m\u00e4hten mit einem letzten eleganten Schwenk s\u00e4mtliche br\u00fcllende Gaffer an seinem oberen Rand nieder.<br \/>\nDie fanden sie besonders bedrohlich.<br \/>\nNicht alle schwarzen Ordner waren sofort tot.<br \/>\nDiejenigen, die noch zielen und schie\u00dfen konnten, taten bis zum letzten Atemzug ihre heilige Pflicht.<br \/>\nEbenso, wie die khontharischen Besch\u00fctzer.<br \/>\nNoch lange zuckten Energieblitze in der rauchgeschw\u00e4ngerten Luft des Kraters hin und her und dumpfes Grollen brandete gegen die W\u00e4nde des Trichters.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Der Stadtpark und sein allseits beliebter Paarungspfad waren zerst\u00f6rt und besudelt &#8211;&nbsp; angeblich von abscheulichen Bestien aus dem All, die ohne jeden Grund als Erste geschossen hatten &#8211;&nbsp; auf anst\u00e4ndige Targaner, die zur Rettung der Fremden herbeigeeilt waren, und statt mit Dankbarkeit mit schwerem Gesch\u00fctz empfangen worden waren.<br \/>\nDie gefallenen Ordner und die gemetzelten Liebespaare wurden sorgsam geborgen und mit einer pomp\u00f6sen Abschiedszeremonie geehrt.<br \/>\nAuf die farblosen \u00c3\u0153berreste der Fremden achtete niemand.<br \/>\nSchon deshalb nicht, weil sich einige stadtbekannte Spitzel vom Gesinnungsamt demonstrativ in der N\u00e4he des Kraters herumtrieben.<br \/>\nJeder halbwegs intelligente Targaner wusste, dass sie nur Lockschnecken waren, die einf\u00e4ltige Spaziergleiter zu unbedachten \u00c4u\u00dferungen verleiten sollten. Dass viele scheinbar harmlose Mittarganer nur auf eine Gelegenheit warteten, der Obrigkeit endlich zu beweisen, wie unglaublich wachsam und loyal sie waren.<br \/>\nAndererseits schienen die toten Riesenk\u00e4fer es nicht wert zu sein, ihretwegen eine Verhaftung zu riskieren. Sie wirkten v\u00f6llig unspektakul\u00e4r, rundweg fehl am Platz und es stieg auch nach mehreren Tagen kein Geruch von ihnen auf. Offenbar konnten nicht einmal die Mikroben von Targa etwas mit ihnen anfangen.<br \/>\nNein! Niemand war darauf versessen, von den Gesinnungsh\u00fctern beim Verh\u00f6r tagelang eingesalzen zu werden!<br \/>\nKein Heiler oder Biologe war so naiv, sich f\u00fcr die Leichen zu interessieren.<br \/>\nNur der gro\u00dfe Denker Tamil f\u00fchlte sich berufen, eine neue Theorie zu verk\u00fcnden.<br \/>\n\u201eJa\u201c, bekannte er selbstkritisch, \u201ees gibt da drau\u00dfen gegen jede Vernunft doch einige, erb\u00e4rmliche Missgeburten mit schwachen untauglichen Augen, v\u00f6llig unf\u00e4hig, echte Sch\u00f6nheit zu w\u00fcrdigen. Vor allem deshalb sind sie moralisch so minderwertig: nur gierig nach Fressen, Kopulation und Macht. Der beste Beweis f\u00fcr ihre abgrundtiefe Schlechtigkeit ist, dass sie den heiligen Pfad der Liebenden zerst\u00f6rt haben. Sie haben sogar auf unschuldige junge Paare gefeuert und viele von ihnen get\u00f6tet. Es ist gut, dass unsere heldenhaften Ordner die b\u00f6sartigen Eindringlinge besiegt haben!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Tarmoh glitt Tag f\u00fcr Tag zu dem Platz, wo seine geliebte Meramah gestorben war und dachte an befruchtete Eier und fr\u00f6hlich wimmelnde Larven.<br \/>\nNur wenn weit und breit niemand zu sehen war, wagte er es, hinunter zu dem Schrotthaufen im Wasser und den vagen grauen \u00c3\u0153berbleibseln der Au\u00dfenweltler zu sehen.<br \/>\nEs regte ihn jedes Mal auf, dass die Beh\u00f6rden so unzivilisiert waren, die fremden Toten unbestattet liegen zu lassen. Gern h\u00e4tte er sie wenigstens mit ein paar zarten ultravioletten Bl\u00fcten geehrt.<br \/>\n\u201eBin ich denn als Einziger traurig und neugierig?\u201c fragte er sich.<br \/>\nAber es w\u00e4re glatter Selbstmord gewesen, den Abhang herunterzurutschen. Die schwarzen Ordner waren schnell mit ihren Lasern bei den Tentakeln. Wom\u00f6glich h\u00e4tten sie ihn auch f\u00fcr Jahre ins Disziplinierungscamp gesteckt. Das war ein steiniges Areal ohne jeden Schutz vor irregul\u00e4ren Strahlungsausbr\u00fcchen.<br \/>\nEs w\u00e4re das Ende all seiner Zukunftspl\u00e4ne gewesen!<br \/>\nEhemalige Lagerinsassen galten als kontaminiert und erhielten von \u00c4rzten und Verteilungsbeamten keinerlei Hilfe. Sie konnten nur auf eigene Larven g\u00e4nzlich verzichten oder sich unkontrolliert paaren.<br \/>\nFast immer war ihr Nachwuchs schwer missgebildet.<br \/>\nF\u00fcr die Parias war es entschieden besser, wenn ihre Brut schon in den Eiern abstarb oder wenigstens gleich, nach dem Schl\u00fcpfen krepierte, damit sie nicht mit ansehen mussten, wie die blinden, schleimlosen Kleinen sich qu\u00e4lten.<br \/>\nAbsurderweise war die Strafe f\u00fcr jede Art Larvenmord ein langsamer qualvoller Tod durch \u00f6ffentliches Austrocknen.<br \/>\nDie Verurteilten wurden mit fest verschn\u00fcrten Tentakeln in einen durchsichtigen Bottich geworfen. Man f\u00fcllte ihn mit entw\u00e4ssertem Silikagel, bis nur noch der Kopf zu sehen war, und verschloss ihn mit einem dicht schlie\u00dfenden Deckel. Eine Pumpe sorgte f\u00fcr ausreichend getrocknete Atemluft.<br \/>\nFast jeder hatte schon so ein Sterben mit ansehen und anh\u00f6ren m\u00fcssen.<br \/>\nEs wurde auch \u00fcber Firmen getuschelt, die die dehydrierten K\u00f6rper aufkaufen w\u00fcrden. Die wenigsten wagten es, hier weiterzudenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Eines Morgens kamen Arbeiter mit Planiergleitern, um den Pfad der Liebenden zu reparieren, die alte Begattungslaube abzurei\u00dfen, den Absturzkrater zuzuschieben und an seiner Stelle einen neuen urbanen Kopulationsplatz zu schaffen.<br \/>\nDiesmal konnte sich Tarmoh nicht beherrschen. \u201eWas habt ihr mit den toten Au\u00dfenweltlern vor? Wollt ihr die einfach so unterbuddeln?\u201c fragte er den Vorarbeiter hitzig und h\u00e4tte sich im n\u00e4chsten Augenblick am liebsten die Tonmembran herausgerissen.<br \/>\nZum Gl\u00fcck war der beh\u00e4bige Familienbefruchter kein Spitzel vom Gesinnungsamt.<br \/>\n\u201eWas f\u00fcr Au\u00dfenweltler?\u201c konterte er verst\u00e4ndnislos. \u201eDa liegen doch nur ein paar verkohlte Gr\u00e4ten herum. Wen interessieren die schon?\u201c<br \/>\nWenig sp\u00e4ter war der Platz eingeebnet und leuchtend blau versiegelt. Die Halter f\u00fcr die genehmigten Eipaletten gl\u00e4nzten golden. G\u00e4rtner schafften K\u00fcbelpflanzen und Rankgitter f\u00fcr intime Lauben herbei.<br \/>\nTarmoh glitt deprimiert heim.<br \/>\nEr h\u00e4tte f\u00fcr die Fremden ein heldenhaftes Ende im Bottich riskieren sollen.<br \/>\nDer neue Kopulationsplatz w\u00fcrde ihn so oder so umbringen.<br \/>\nEr konnte es unm\u00f6glich \u00fcber dem Grab der Raumfahrer herauslassen! Sein Begattungssaft w\u00fcrde vor Scham in den Quellen gelieren &#8211;&nbsp; absterben, faulen!<br \/>\nSchleimvergiftung war ein besonders banaler Tod.<\/p>\n<p>\u00a9 2007 by Anneliese Wipperling<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem lebensfeindlichen Planeten Targa st\u00fcrzt ein Raumschiff einer insektoiden Forscherzivilisation ab. Doch die schnecken\u00e4hnlichen Bewohner von Targa k\u00f6nnen nur ultraviolettes Licht wahrnehmen. Sie sehen die Fremden nicht in ihrer wahren Gestalt und halten sie f\u00fcr grauenerregende Monster \u2026 SF-Kurzgeschichte von Anneliese Wipperling<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ca_portfolio_gallery_project_year":"","ca_portfolio_gallery_client":"","ca_portfolio_gallery_skills":"","ca_portfolio_gallery_url":"","ngg_post_thumbnail":0},"categories":[33],"tags":[41,112,116,157],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/199"}],"collection":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=199"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3848,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/199\/revisions\/3848"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}