{"id":175,"date":"2005-03-27T17:53:18","date_gmt":"2005-03-27T16:53:18","guid":{"rendered":"http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=175"},"modified":"2025-05-13T19:24:28","modified_gmt":"2025-05-13T19:24:28","slug":"blaue-stunde","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sandozean.de\/?p=175","title":{"rendered":"Blaue Stunde"},"content":{"rendered":"<p><em>Unsere Sonne stirbt, aber das Leben muss weitergehen \u2026 <\/em><br \/>\n<b><br \/>\n<strong>SF-Kurzgeschichte von Gabriele Scharf<\/strong><\/b><\/p>\n<p><b><!--more--><\/b><br \/>\nDie D\u00e4mmerung ist schon l\u00e4ngst heraufgezogen. Ich habe den Himmel gesehen mit jener Farbe, die er nur hat, kurz, bevor die Sonne untergeht. Wenn er wolkenlos ist und meistens dann, wenn der Tag zuvor sehr warm war \u2026 blaue Stunde. Heute ist es so, als w\u00fcrde sie nie enden wollen. Ich habe den Himmel gesehen \u2026 Er schl\u00e4ft.<br \/>\nUnd ich sehe ihm dabei zu. Wie sich sein Brustkorb langsam hebt und senkt, ein L\u00e4cheln seine Lippen umspielt \u2013 vielleicht tr\u00e4umt er von einer Begegnung, unserer Begegnung, die so unwirklich ist, wie diese Stunde, wo ein fast schon \u00fcberirdisches Licht den Raum in ein Graublau h\u00fcllt und auf der Haut einen milchigen Schimmer hinterl\u00e4sst.<br \/>\nAlles ist jetzt anders und morgen wird alles so sein, wie es vorher war. Denn dann ist er nicht mehr da. Er muss gehen, sagte er. Auch wenn er bleiben m\u00f6chte. Ich habe den Schmerz in seinen Augen gesehen, als seine Hand sanft meine Wange streichelte. Er hat mir alles gegeben und ich sitze hier, sehe ihn beim Schlafen zu und \u2026 z\u00f6gere. Denn wenn ich mit ihm gehen will, gebe ich alles auf. Alles \u2026 vielleicht auch mein Leben. Es w\u00fcrde nie mehr so sein wie vorher, nie mehr so, wie es war oder es sein sollte. Denn er kam zu mir und wie ein Wirbelwind brachte er alles durcheinander und ich lie\u00df es zu. Er gab mir etwas, was ich zuvor nie hatte. Er gab sich selbst \u2026 einfach so, ohne zu fragen, ohne lange zu erkl\u00e4ren. Morgen wird er gehen.<br \/>\nWarum gehe ich nicht einfach mit ihm \u2026 weit weg von hier, in ein fremdes Land, ziellos \u2026 und die Angst, etwas zu verlieren, wovon ich dachte, das es f\u00fcr mich nicht existiert.<br \/>\nUnd wieder ist sie da, diese Sehnsucht, tief in mir, unfassbar und unwirklich, eine Sehnsucht, die nicht mehr gehen will.<br \/>\nEr atmet so leise und selbst im Schlaf ist seine Hand auf der Suche nach meiner. Sie ist warm und umschlie\u00dft meine, sanft aber mit Nachdruck, als w\u00fcrde er sie nie mehr loslassen wollen.<br \/>\nDiese Stunde macht es so einfach, was so schwer erscheint \u2026<\/p>\n<p>Das Bild erstarrte und l\u00f6ste sich in feine Partikel auf. F\u00fcr den Bruchteil einer Sekunde glitzerte es noch schwach in der Luft, dann hatten sich die Nanobits in der Raumluft verteilt, bereit, sich beim n\u00e4chsten Aufruf neu zu formieren. Die k\u00fcnstliche Intelligenz meldete mit ihrer melodisch klingenden Stimme, dass die \u00dcbersetzung erfolgreich abgeschlossen war.<br \/>\nNun konnte sie verstehen, was sie all die Tage zuvor nur hatte sehen k\u00f6nnen: f\u00fcr sie merkw\u00fcrdig geschwungene Schriftzeichen auf einem altert\u00fcmlichen Medium, das selbst nur noch als digitales Abbild im Holospeicher der Nanobits existierte. Unwirklich wie das, was sie nun gerade gelesen hatte. Mit einem fokussierten Gedanken lie\u00df sie die Nanobits erneut zusammenkommen \u2013 sie wollte die Aufzeichnung erneut lesen. Nicht nur lesen, verstehen. Und sie tat es immer wieder, las es noch einmal und nocheinmal. Sie wusste nicht warum.<br \/>\nEs gab Milliarden von diesen Aufzeichnungen, Milliarden mal Milliarden an Informationen, die sich in Jahrmillionen angesammelt hatten. Unz\u00e4hliges Wissen, unz\u00e4hlige Gedanken, unz\u00e4hlige \u2026 Emotionen?<br \/>\nEin Teil von ihr str\u00e4ubte sich dagegen. Dagegen, dass sie gerade diese eine Aufzeichnung immer wieder lesen musste. Es war kein entscheidendes Wissen, keines, was sie unbedingt brauchte. Es war kein zeitgeschichtlich relevantes Dokument. Es waren keine gro\u00dfen Gedanken, keine Aufzeichnung, die sie f\u00fcr ihr psychohistorisches Studium der Menschheitsgeschichte unbedingt brauchte.<br \/>\nDiese Aufzeichnung war eigentlich ein Nichts. Eine zuf\u00e4llige Begebenheit irgendwann vor Jahrmillionen aufgezeichnet, irgendwo auf ihrem Planeten. Ein winziges Fragment eines Lebens, einer Person, die der Nachwelt nichts mehr als diese wenigen Gedanken hinterlassen hatte. Zuf\u00e4llig in Tr\u00fcmmern und Schutt gefunden. Und doch war es auch viel mehr als ein unbedeutendes Fragment. Es war ein eingefangenes Gef\u00fchl.<br \/>\nDie blaue Stunde \u2026<br \/>\nJa \u2026 auch sie kannte sie. Aus ebenso vielen Aufzeichnungen, aus ebenso vielen Bildern. Wundersch\u00f6nen Bildern, als die Erde noch eine Sonne umkreiste, die nicht starb. Auch von diesen Bildern gab es viele, fast zu viele \u2026 doch waren es nur Bilder, mehr nicht. Sie konnte sie nicht f\u00fchlen. Nichts davon. Nanopartikel und geb\u00fcndeltes Licht riefen kein Gef\u00fchl auf ihrer Haut hervor. Konnten vom Zauber erz\u00e4hlen, ihn niemals ganz einfangen.<br \/>\nSie schloss die Augen und atmete leicht aus. Wieder war sie da, diese Sehnsucht. Tief im Inneren, unbestimmt, unfassbar und sie wollte nicht gehen.<br \/>\nEs gab einen Ort, wo vielleicht \u2026<br \/>\nZeig mir Eden.<br \/>\nIhre Gedankenstr\u00f6me aktivierten die Nanopartikel erneut. Das kaum h\u00f6rbare Summen, immer dann, wenn Partikel zusammenflossen und wie aus dem Nichts heraus mitten im Raum ein Bild schufen, lie\u00df sie die Augen wieder \u00f6ffnen.<br \/>\nDas soeben materialisierte virtuelle Multidisplay f\u00e4rbte sich langsam ein. Kurz leuchteten Schriftzeichen auf<br \/>\n\u201eTerra 2 \u2013 Eden \u2013 \u00dcbertragung der Bildsequenzen beginnt\u201d. Ihr Atem fing an, schneller zu gehen. Dann war das Bild da. Sie sah eine Sonne untergehen und zwei Monde, die schon am Himmel \u00fcber Eden standen. Gewaltige<br \/>\nKuppelbauten sch\u00fctzten die Menschen und Geb\u00e4ude vor einer noch fast unber\u00fchrten Natur, die sich ringsum ausbreitete bis zum Horizont.<br \/>\n\u201eSie sehen Echtzeitbilder von Eden.\u201d<br \/>\nJa, ich wei\u00df \u2026 jetzt geht dort die Sonne unter \u2026 es ist so \u2026 so \u2026 Sie merkte, wie sich eine kaum unter Kontrolle zu haltende Aufregung ihrer bem\u00e4chtigte. Aber sie tat nichts dagegen, sie wollte mehr, viel mehr davon.<br \/>\nFast unmerklich versank eine Sonne unz\u00e4hlige Lichtjahre entfernt von ihrem Heimatstern hinter dem Horizont und langsam zog die D\u00e4mmerung herauf. Kurz \u00fcber dem Horizont f\u00e4rbten die Strahlen der untergehenden Sonne den Himmel. Erst in ein orangerot gemischt mit pupur. Das Spektrum der Farben wurde dunkler \u2026 von kupferrot bis violett. Das Grau der D\u00e4mmerung vermischte sich in diesen Rott\u00f6nen, um den Himmel jene Farbe zu geben, die nur f\u00fcr kurze Zeit Bestand hatte. Die Kuppeln von Eden f\u00e4rbten sich graublau. Auch alles andere wurde in<br \/>\ndiesem unwirklichen Licht getaucht. Sie hatte begonnen \u2013 die blaue Stunde. Auf einem Planeten, der die ganze<br \/>\nHoffnung der Menschen versinnbildlichte, seit ihre eigene Sonne langsam starb.<br \/>\nSie f\u00fchlte, wie ihr Blick verschwommen wurde und ihr langsam Tr\u00e4nen die Wange hinabliefen. Mit einer Handbewegung lie\u00df sie die Nanopartikel wieder mit einem kurzen Glitzern davonschwinden. Wo eben noch das virtuelle Multidisplay in der Luft geschwebt hatte, fiel der Blick nun auf matt schimmernde W\u00e4nde.<br \/>\nM\u00fchsam stand sie von ihrer Liege auf. Ihre viel zu schlanken Beine zitterten unter der Anstrengung und gaben nach, doch diesmal wollte sie sich nicht von dem Graviton transportieren lassen. Langsam und m\u00fchevoll ging sie zu einer der W\u00e4nde, an der sie sich sogleich abst\u00fctzte. Ein Gedanke von ihr lie\u00df die Wand immer heller und dann durchscheinend werden. Vor ihr breitete sich die Metropole aus, die von einer gewaltigen Energiekuppel vor den drohenden roten Strahlen der Sonne gesch\u00fctzt wurde, die unnat\u00fcrlich gro\u00df den Himmel beherrschte. Sie blickte auf die letzte bewohnte Stadt auf dem alten Kontinent.<br \/>\nSie sah ihr Spiegelbild auf der nun durchsichtigen Fl\u00e4che, gro\u00dfe Augen sahen ihr entgegen. Und noch immer sah sie leichte Tr\u00e4nenspuren auf den hohen Wangenknochen. Ihr schmaler Mund war zu einem d\u00fcnnen Strich zusammengepresst.<br \/>\nIch werde den Hinflug nicht \u00fcberleben \u2026<br \/>\nSie konnte auch vor die Kuppel, welche die Metropole sch\u00fctzte, gehen \u2013 aber dort gab es schon lange keine blaue Stunde mehr. Dort w\u00e4re sie sofort tot, denn die Strahlen der Sonne spendeten keine w\u00e4rmende Lebendigkeit mehr \u2013 daf\u00fcr gammastrahlengetr\u00e4nkten Tod. Noch lie\u00df sich die Sonne Zeit zum sterben. Es war kein pl\u00f6tzliches Ende, mehr ein langes Aufbl\u00e4hen und Verschlingen der letzten Wasserstoffvorr\u00e4te im Innern des Glutofens, der die Erde so viele Milliarden Jahre zuverl\u00e4ssig und treu mit Energie versorgt hatte. Sie selbst w\u00fcrde das Ende nicht erleben. Auch die Generationen nach ihr nicht \u2013 denn dann w\u00e4re die Menschheit schon auf Terra 2 und nur ein paar Forscher in einer entfernten Jupiterstation w\u00fcrden das Ende allen Lebens im Sonnensystem f\u00fcr die Nachwelt dokumentieren.<br \/>\nVielleicht w\u00fcrden ihre Nachfahren sich Jahrhunderte sp\u00e4ter von den Erbauern von Eden, der ersten Metropole auf Terra 2 erz\u00e4hlen. Von denen, die in gro\u00dfen Flotten zum neuen Planeten geflogen waren und der Natur dort St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck unber\u00fchrtes Land abgetrotzt und kultiviert hatten, damit die Menschheit \u00fcberlebt.<br \/>\nVielleicht aber w\u00fcrden dann die Aufzeichnungen der Forscher und Historiker auch nicht viel mehr als jene Fragmente vergangener Kulturen sein, die sie selbst nun schon so lange studierte. Ihr Studium brachte es mit sich, der Verg\u00e4nglichkeit aller Dinge nur zu bewusst zu sein. Andererseits \u2026 vielleicht war doch nicht alles verg\u00e4nglich. Sie dachte wieder an die vorhin \u00fcbersetzte Aufzeichnung. An die blaue Stunde.<br \/>\nSie wusste, dass nur die k\u00f6rperlich Robustesten hinflogen, Menschen, die ohne Graviton sich l\u00e4nger fortbewegen konnten, die fortpflanzungsf\u00e4hig waren. Sie wusste aber auch, dass sie so frei war, selber zu entscheiden, ob sie alle Risiken des Hinfluges auf sich nehmen wollte \u2026 und alles das, was danach kam. Niemand zwang sie zu bleiben und niemand, nach Eden zu gehen.<br \/>\nKurz z\u00f6gerte sie, dann sah sie, wie ihr Spiegelbild einen entschlossenen, fast trotzigen Ausdruck annahm. Sie wandte sich ab.<br \/>\nMit einer Bewegung ihrer feingliedrigen Hand aktivierte sie wieder die Nanopartikel, die sich zum Display zusammenf\u00fcgten. Ihre Gedanken waren schnell und pr\u00e4zise. Im Raum stand vor ihr wieder das digitale Abbild jener Handschrift, in einer Sprache, die schon l\u00e4ngst vergessen war.<br \/>\nSie setzte ihre ganze Beherrschung, die ihr K\u00f6rper noch hatte, ein und ging so schnell sie konnte zur diesem Bild, dessen \u00dcbersetzung ihr Zeile f\u00fcr Zeile ins Ged\u00e4chtnis eingebrannt war. Ihre Finger glitten durch die Lichtb\u00f6gen des virtuellen Multidisplays. Sie f\u00fchlte nichts.<br \/>\nAufmerksam betrachte sie ihre Hand, die von funkelnden Lichtern eingeh\u00fcllt war. Wie sehr ich dich beneide \u2026<br \/>\nSie l\u00e4chelte sanft, sprach sie doch soeben mit einer schon l\u00e4ngst verstorbenen Unbekannten, die ihr dennoch so nah war, wie sie es selber kaum glauben konnte. Mit einer Unbekannten, die \u00c4onen vor ihr gelebt hatte, aber die diese unstillbare Sehnsucht wie sie f\u00fchlte \u2026 Ja, ja \u2026 tausendmal ja \u2026 ich beneide dich \u2026 um diese blaue Stunde \u2026 wer sagt schon, das ich nicht \u00fcberlebe werde \u2026 es gibt eine Chance \u2026<br \/>\nSie erschrak \u00fcber ihre eigenen Gedanken.<br \/>\nDas ist unlogisch, es w\u00e4re \u2026 unlogisch, vollkommener Wahnsinn \u2026 nur wegen eines Gef\u00fchls mein Leben aufs Spiel zu setzen.<br \/>\nSie taumelte zur\u00fcck und fand Halt in ihrer Liege, die ihren K\u00f6rper umschloss.<br \/>\nSie wusste im Nachhinein nicht mehr, wie lange sie dort so gelegen und mit ihren Gef\u00fchlen gerungen hatte. Wie lange sie die alte Schrift angestarrt hatte und wie lange Tr\u00e4nen ungehindert ihre Wangen entlanggeflossen waren.<br \/>\nDoch jetzt war das auch nicht wichtig. Jetzt kam es ganz auf sie selber an.<br \/>\nSie versuchte, so ruhig wie m\u00f6glich zu atmen. Fest umspannte ihren zerbrechlich erscheinenden K\u00f6rper die organische Liege, die sich jeder ihrer Bewegungen anpasste. Die ihr einen Halt geben sollte. Sie starrte auf die matt schimmernde Wand vor ihr. Ein einziger Gedankenimpuls lie\u00df sie durchscheinend werden. Wie oft habe ich sie so gesehen \u2026 aber diesmal \u2026<br \/>\nDas Abbild eines uralten Planeten lie\u00df selbst ihre Gedanken f\u00fcr Sekunden verstummen. Narben ausgebrannter Zonen zogen sich spiralf\u00f6rmig auf den Landmassen hin. Die d\u00fcnne Atmosph\u00e4re hatte einen r\u00f6tlichen Ton angenommen.<br \/>\n\u2026 diesmal ist sie real \u2026 Sie versuchte sich vorzustellen, wie ihre Urahnen die Erde gesehen haben mussten \u2013 eine blauwei\u00dfe Perle inmitten eines Sternenmeeres. Doch auch jetzt noch, wo der Tod schon mit fiebrigen Gammastrahlen seinen Tribut zollte, fand sie ihren Planeten sch\u00f6n.<br \/>\nTerra 2 ist eine blauwei\u00dfe Perle \u2026<br \/>\nDer Gedanke lie\u00df sie l\u00e4cheln. Pl\u00f6tzlich verdunkelte sich das Bild vor ihr. Hinter der Sichel der Erde ging die<br \/>\nSonne auf und ihre grellen Strahlen l\u00f6sten die Schutzmechanismen aus. So pl\u00f6tzlich wie sich das Bild verdunkelte, kam die Angst. Sie f\u00fchlte sich eingeschlossen ohne Ausweg, zu entkommen.<br \/>\nSie merkte, wie ihr Atem unkonzentriert und immer schneller wurde. Ihr Puls fing an zu rasen, als sie der Andruck des startenden Schiffes in die Liege presste. Vor ihr verschwamm das Bild der Sichel der Erde, von der sie sich immer weiter entfernte.<br \/>\nIch schaffe es \u2026 ich muss es schaffen \u2026<br \/>\nSie atmete so schnell, dass sie kaum noch Luft bekam. Verschwommen sah sie das Bild einzelner Sterne. Pl\u00f6tzlich drehte sich alles um ihr. Ich \u2026 muss \u2026 muss \u2026 langsamer \u2026 atmen \u2026<br \/>\nDas Bild kam nach einer \u2013 wie ihr schien \u2013 Ewigkeit wieder zum Stillstand. Sie l\u00e4chelte.<br \/>\nSie hatte den Start geschafft. Bald w\u00fcrde sie Eden sehen k\u00f6nnen. Gigantische Kuppelbauten inmitten ungez\u00fcgelter Natur. Wo keine Schutzfelder sie davon abhielten, die Strahlen einer Sonne zu sp\u00fcren oder den lauen Nachtwind. Alles andere schien ihr unwichtig. Sie schloss die Augen und rezitierte in Gedanken Gedichte, die ihr die Angst vor den k\u00f6rperlichen Strapazen nehmen sollten.<br \/>\nVor ihren Augen hatte sie ein Bild \u2013 eines, welches sie seit dem ersten Anblick nie wieder losgelassen hatte \u2026<br \/>\nDie blaue Stunde.<\/p>\n<p>\u00a9 2000 by Gabi Scharf<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Sonne stirbt, aber das Leben muss weitergehen \u2026 SF-Kurzgeschichte von Gabriele Scharf<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ca_portfolio_gallery_project_year":"","ca_portfolio_gallery_client":"","ca_portfolio_gallery_skills":"","ca_portfolio_gallery_url":"","ngg_post_thumbnail":0},"categories":[33],"tags":[116,162],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/175"}],"collection":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=175"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/175\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1771,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/175\/revisions\/1771"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/sandozean.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}