{"id":158,"date":"2005-02-14T17:18:06","date_gmt":"2005-02-14T16:18:06","guid":{"rendered":"http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=158"},"modified":"2025-05-13T19:25:26","modified_gmt":"2025-05-13T19:25:26","slug":"verbundene-seelen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sandozean.de\/?p=158","title":{"rendered":"Verbundene Seelen"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein uraltes Turuska-Ritual verlangt von Yanar, die Nacht mit Ikat zu verbringen. Doch er ist ein alter Freund, er ist schwul und sein Auftauchen ruft schlimme Erinnerungen in ihr wach \u2026 <\/em><br \/>\n<b><br \/>\n<strong>Star Trek Story von Adriana Wipperling<\/strong><\/b><!--?xml:namespace prefix = \"o\" ns = \"urn:schemas-microsoft-com:office:office\" \/--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eVerr\u00fcckt!\u201d war Glin Ikat Valnas erster Gedanke. \u201eVollkommen irrsinnig!\u201d<br \/>\nKampfflieger Nummer A-37455 war urpl\u00f6tzlich aus der Formation ausgeschert und raste nun mit voller Impulsgeschwindigkeit auf einen riesigen Asteroiden zu. War der Antrieb defekt? War der Pilot betrunken?<br \/>\nIkat \u00fcberlegte nicht lange. Er leitete maximale Energie auf den Traktorstrahl und fing das kleine Schiff mitten im Flug. Ein Ruck schleuderte ihn gegen das Kontrollpult, die Anzeigen flackerten bedrohlich, das Warnl\u00e4mpchen blinkte. Offenbar verlor der Kampfflieger permanent Energie. In weniger als f\u00fcnf Minuten w\u00fcrde die Lebenserhaltung versagen, wenn \u2026<br \/>\nRuhig bleiben! befahl der junge Pilot sich selbst. Er hatte erst vor kurzer Zeit die Akademie verlassen \u2013 und nun sah er zum ersten Mal dem Tod ins Auge. Sein Herz raste, seine H\u00e4nde wurden feucht, doch er hatte sich gut genug im Griff, um gleichzeitig den Traktorstrahl zu kontrollieren und ein Signal an das Mutterschiff, die Kal Ranor, zu funken.<br \/>\nDer Asteroid nahm inzwischen den ganzen Sichtschirm ein, seine Oberfl\u00e4che war zerkl\u00fcftet, voller Krater. Krater, die immer gr\u00f6\u00dfer wurden \u2026 rauhes, scharfkantiges Gestein \u2026 spitze Felsnadeln, bedrohlich wie die Speere feindlicher Krieger \u2026<br \/>\nIkat Valna schluckte hart. Wie mochte es sich anf\u00fchlen, wenn sein Schiff auf diesem Felsen zerschellte \u2026 hartes Duranium seinen K\u00f6rper zerquetschte \u2026 das Triebwerk explodierte und die Flammen ihn bei lebendigem Leib verbrannten \u2026<br \/>\nEr zwang sich, nicht l\u00e4nger dar\u00fcber nachzudenken. Sein Geist war leer, sein K\u00f6rper w\u00e4chsern und steif, sein Leben lag nun in den H\u00e4nden anderer.<br \/>\nKampfflieger Nummer A-37455 hatte seinen Antrieb abgeschaltet, aber es war zu sp\u00e4t. Die Gravitationskr\u00e4fte des Asteroiden waren zu stark, die Tr\u00e4gheitsd\u00e4mpfer zu schwach. Das kleine Schiff st\u00fcrzte geradewegs in einen tiefen, g\u00e4hnenden Krater und drohte, Ikat mit ins Verderben zu rei\u00dfen. Warum musste dieser Idiot auch \u2026<br \/>\nIkat sah einen Feuerball aufsteigen \u2026 und gleichzeitig sp\u00fcrte er, wie seine Seele den K\u00f6rper verlie\u00df \u2026 wie seine Molek\u00fcle sich zerstreuten \u2026 Das ist das Ende, dachte er n\u00fcchtern \u2026 aber es war nur der Transporterstrahl, der ihn auf die Kal Ranor transferierte.<\/p>\n<p>In n\u00e4chsten Augenblick stand er mit zitternden Knien vor Glin Jilano Madred, die ihn k\u00fchl und absch\u00e4tzend musterte.<br \/>\n\u201eWas haben Sie sich nur dabei gedacht, verdammt noch mal?\u201d brach es aus ihr heraus. Ihre Stimme klang hart und spr\u00f6de wie splitterndes Glas.<br \/>\n\u201eMa&#8217;am, ich habe nur versucht \u2026\u201d Ikat verstummte, als er erkannte, dass Glin Madred gar nicht ihn angeschnauzt hatte.<br \/>\nNeben ihm stand eine junge Frau, nur wenige Jahre \u00e4lter als er selbst. Offenbar die Pilotin des anderen Jagdfliegers \u2026 Dass sie \u00fcberlebt hatte, erf\u00fcllte Ikat mit Erleichterung. Sie war gro\u00df und schlank, hatte zarte, ebenm\u00e4\u00dfige Gesichtsz\u00fcge, sah w\u00fcrdevoll und elegant aus in ihrer Uniform \u2026 doch ihre blauen Augen wirkten stumpf und teilnahmslos, schienen durch Glin Madred hindurchzusehen, so als w\u00e4re die stellvertretende Kommandantin der Kal Ranor gar nicht existent. Ihre Knie zitterten kein bisschen. Die Tatsache, dass sie in letzter Sekunde dem Tod entkommen war, schien sie ebensowenig zu ber\u00fchren, wie Madreds Standpauke.<br \/>\n\u201eSie sind mitten in einem Flugman\u00f6ver aus der Formation ausgebrochen, Glin Antorra!\u201d fuhr Glin Madred eisig fort. \u201eSie haben Befehle missachtet, Sie haben Ihr Leben und das Ihres Kameraden gef\u00e4hrdet \u2026 Haben Sie irgendwas dazu zu sagen?\u201d<br \/>\nGlin Antorra schwieg.<br \/>\n\u201eErz\u00e4hlen Sie mir nicht, dass es ein Pilotenfehler war\u201d, bemerkte Jilano ironisch. \u201eSie sind zwar ein wertloses St\u00fcck Abfall aus Seltak Drei und Ihre Gesinnung ist mehr als zweifelhaft \u2013 aber eines sind Sie gewiss nicht: eine St\u00fcmperin \u2026 Also, Glin Antorra: Ich h\u00f6re!\u201d<br \/>\nDie junge Pilotin lie\u00df sich nicht zu einer Antwort herab.<br \/>\nJilanos Gesicht wurde ganz dunkel vor Zorn \u00fcber soviel Missachtung Ihrer Autorit\u00e4t. \u201eDann stehen Sie ab sofort unter Arrest.\u201d<br \/>\nAuch das schien Glin Antorra nicht zu beeindrucken.<br \/>\nIkat r\u00e4usperte sich. \u201eEs war nicht ihre Schuld Ma&#8217;am.\u201d<br \/>\nGlin Madred blickte ihn scharf und aufmerksam an. \u201eErkl\u00e4ren Sie mir das, Glin Valna!\u201d<br \/>\nGlin Antorra zeigt endlich eine emotionale Reaktion. Sie schielte zu Ikat her\u00fcber, verbl\u00fcfft und ziemlich skeptisch.<br \/>\n\u201eIch hatte ihre Lebenszeichen gescannt, weil ich ahnte, dass irgendwas mit ihr nicht stimmt\u201d, erwiderte Ikat auf Jilanos Dr\u00e4ngen. \u201eUnd ich hatte recht: Sie litt unter einem akuten Schwindelanfall und hat wohl die Kontrolle \u00fcber die Steuerung verloren.\u201d<br \/>\n\u201eIst das wahr, Glin Antorra?\u201d<br \/>\nDie junge Pilotin z\u00f6gerte. Dann nickte sie schwach.<br \/>\n\u201eUnd wieso konnten Sie mir das nicht selbst sagen, Antorra?\u201d<br \/>\n\u201eSie steht noch unter Schock\u201d, antwortete Ikat an ihrer Stelle.<br \/>\nGlin Madred schien nicht so recht \u00fcberzeugt.<br \/>\n\u201eGestatten Sie mir, Glin Antorra auf die Krankenstation zu begleiten?\u201d<br \/>\n\u201eMeinetwegen\u201d, knurrte Jilano. \u201eWegtreten.\u201d<\/p>\n<p>Die stellvertretende Kommandantin verschwand im Turbolift und Ikat n\u00e4herte sich der jungen Frau mit grimmiger Miene. \u201eWomit Sie Madred abspeisen, geht mir ja zielgerade am Hintern vorbei \u2013 aber mir schulden Sie eine Erkl\u00e4rung!\u201d<br \/>\nGlin Antorra wich seinem Blick aus. \u201eEs tut mir wirklich Leid \u2026\u201d<br \/>\n\u201eFein! Es tut Ihnen also Leid, das ich beinahe an diesem h\u00e4sslichen St\u00fcck Fels kleben geblieben w\u00e4re, nur weil Sie zu d\u00e4mlich zum Fliegen sind \u2026\u201d<br \/>\n\u201eWarum haben Sie nicht einfach Ihren Traktorstrahl abgeschaltet, wenn Sie so sehr am Leben h\u00e4ngen?\u201d konterte sie steif.<br \/>\n\u201eEntschuldige, aber ich bin nicht unbedingt so erzogen, dass ich meine Kameradin auf den n\u00e4chsten Felsen knallen lasse, ohne irgendwas zu unternehmen!\u201d<br \/>\n\u201eSie sind nicht so erzogen?\u201d Glin Antorras Lippen kr\u00e4uselten sich sp\u00f6ttisch. \u201eDie Familie Valna ist ja auch im ganzen Quadranten f\u00fcr ihre Sorge um andere Lebewesen bekannt \u2026\u201d<br \/>\n\u201eAch und was ist mit der Familie Antorra? Wenn Sie von den Antorras in der Varagasi-Provinz abstammen, wei\u00df ich, welche schmutzigen Gesch\u00e4fte mein Vater fr\u00fcher mit Ihrem Onkel abgewickelt hat!\u201d<br \/>\n\u201eJa, ich stamme von den Antorras in der Varagasi-Provinz ab. Aber ich geh\u00f6re schon lange nicht mehr zu dieser Familie.\u201d<br \/>\n\u201eSie haben sich von ihnen losgesagt?\u201d Ikats Stimme klang jetzt weicher und ein Hauch von Bewunderung schwang mit.<br \/>\n\u201eDas h\u00e4tte ich wohl fr\u00fcher oder sp\u00e4ter getan, aber sie sind mir zuvor gekommen.\u201d<br \/>\nEr betrachtete sie mit verstohlenem Mitgef\u00fchl. \u201eIhre Familie hat Sie versto\u00dfen?\u201d<br \/>\nSeltak Drei \u2026 Jilano hatte Seltak Drei erw\u00e4hnt, in ihrer gewohnt beil\u00e4ufigen Art. Ikat lief es eiskalt den R\u00fccken herunter, denn das Milit\u00e4rgef\u00e4ngnis auf Seltak Drei galt selbst unter Cardassianern als ber\u00fcchtigt. Glin Antorra war also ein ehemaliger H\u00e4ftling \u2026 das passte hervorragend ins Bild. Ihre Befehlsverweigerung, ihre aufs\u00e4ssige Art, der bleierne Fatalismus, den sie ausstrahlte \u2026 Wahrscheinlich nahm sie starke Medikamente, um ihre Erinnerungen und Alptr\u00e4ume ertragen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nAuch Ikat qu\u00e4lte sich mit Erinnerungen und Alptr\u00e4umen. Es ging nicht darum, was sie ihm selbst angetan hatten, sondern \u2026 Er mochte nicht daran denken \u2013 es war einfach zu furchtbar.<br \/>\nDie Kal Ranor war ein Schiff, auf dem der f\u00fcnfte Orden des cardassianischen Milit\u00e4rs seine weniger patriotischen Elemente wegsperrte, in der Hoffnung, sie mittels Drill und Gehirnw\u00e4sche erfolgreich in die Herde zur\u00fcckzuf\u00fchren. Glin Antorra wirkte allerdings nicht wie eine Person, bei der diese Form der Dressur funktionierte \u2026<br \/>\nSie war also auf Seltak Drei gewesen, und Ikat konnte sich leider sehr gut vorstellen, was sie in dieser Zeit durchgemacht hatte: die Verhaftung, die Folter durch den Obsidianischen Orden, die \u00f6ffentliche Gerichtsverhandlung, das gnadenlose Regime im Gef\u00e4ngnis \u2026 Ihm selbst war dieser Horror bisher erspart geblieben, aber ein Mann, den er sehr liebte \u2026 Au\u00dferdem war das Verfahren genau festgelegt, ja beinahe ritualisiert.<br \/>\nEs lebe Cardassia! dachte er voller Sarkasmus.<br \/>\nUnd die Antorras hatten ihre Tochter versto\u00dfen, als das M\u00e4dchen den Beistand ihrer Familie am n\u00f6tigsten gebraucht h\u00e4tte. Feige Arschl\u00f6cher! Genau wie Ikats Familie \u2026<br \/>\nEr hasste seine gro\u00dfspurige Verwandtschaft, seine autorit\u00e4ren Eltern \u2026 vor allem hasste er seinen Vater. Er hasste die abf\u00e4llige Art, wie er seine Mundwinkel nach unten verzog, er hasste seine blecherne Stimme, seine Werte, sein Weltbild, das ganze System, dem er diente \u2026 Und sein Vater hasste ihn, weil er schwul war. Aus diesem Grund hatte er seinen Sohn zum Milit\u00e4rdienst gezwungen, aus diesem Grund war der junge Glin Valna auf der Kal Ranor gelandet \u2026<br \/>\n\u201eMadred hatte recht: Es war kein Pilotenfehler \u2026\u201d Er musterte Glin Antorra mit einem intensiven Blick seiner gro\u00dfen, schwarzen Augen. \u201eSie sind absichtlich auf Tuchf\u00fchlung mit diesem Asteroiden gegangen \u2026 Sie wollten sterben, nicht wahr?\u201d<br \/>\nYanars harter Panzer begann, zu br\u00f6ckeln. Ihre Augen glitzerten verd\u00e4chtig und sie wandte sich ab. \u201eSie h\u00e4tten nicht versuchen sollen, mich zu retten \u2026\u201d<br \/>\nEr legte beide H\u00e4nde auf ihre Schultern und drehte sie sanft zu sich herum. \u201eIch bereue es nicht!\u201d<br \/>\n\u201eAber ich bereue, dass Sie meinetwegen beinahe draufgegangen w\u00e4ren!\u201d entgegnete sie heftig. \u201eSie scheinen ein netter Kerl zu sein \u2013 also verspreche ich Ihnen: Wenn ich mal wieder das Bed\u00fcrfnis versp\u00fcren sollte, meinem Ableben ein wenig nachzuhelfen, werde ich es nicht in Ihrer N\u00e4he tun.\u201d<br \/>\n\u201eSie sollten Ihrem Ableben \u00fcberhaupt nicht nachhelfen \u2013 es w\u00e4re schade um Sie!\u201d gab er leidenschaftlich zur\u00fcck. \u201eIch habe das Leben auf der Kal Ranor auch manchmal gr\u00fcndlich satt, aber \u2026\u201d<br \/>\n\u201eSie k\u00f6nnten doch jederzeit den Dienst quittieren\u201d, erwiderte sie stumpf. \u201eMir bleibt diese nette M\u00f6glichkeit leider verwehrt, weil ich vorbestraft bin.\u201d<br \/>\nIkat senkte den Blick. \u201eJa, ich k\u00f6nnte den Dienst quittieren \u2013 aber was soll dann aus mir werden, verdammt \u2026\u201d<br \/>\n\u201eIhre hochwohlgeborene Familie w\u00fcrde wahrscheinlich einen Kammerj\u00e4ger auf Sie hetzten \u2013 und dann best\u00fcnde die Gefahr, dass sie so enden, wie ich: depressiv, tablettens\u00fcchtig, selbstmordgef\u00e4hrdet \u2026 ziemlich abschreckend, oder?\u201d<br \/>\nIkat konnte nicht leugnen, dass die Frau ins Schwarze getroffen hatte. \u201eRaikana war alles, was ich hatte \u2026 der einzige Lichtblick meines beschissenen Lebens \u2026\u201d murmelte sie. \u201eUnd nun ist sie tot, von einer Splitterkanone zerfetzt \u2026\u201d<br \/>\nEr schluckte. \u201eSie meinen Glin Raikana Delor? Die Computerspezialistin, die letzte Woche wegen Sabotage hingerichtet worden ist?\u201d<br \/>\n\u201eSie war unschuldig!\u201d stie\u00df Glin Antorra hervor. \u201eUnschuldig! Ihr einziges Verbrechen war, unsere kommandierende Blutwurst, Gul Lemak, nicht freiwillig ranzulassen!\u201d<br \/>\nTr\u00e4nen liefen \u00fcber ihre Wangen. Ikat nahm sie kommentarlos in den Arm, hielt sie fest, bis das Zittern nachlie\u00df. \u201eSie sollten wissen, dass Sie nicht allein sind\u201d, erkl\u00e4rte er sanft. \u201eMir ist klar, dass ich Raikana nicht ersetzen kann \u2026\u201d<br \/>\n\u201eNein, das k\u00f6nnen Sie leider nicht. Sie sind ein Mann\u201d, erwiderte sie leise \u2013 und best\u00e4tigte damit seine heimlichen Vermutungen. Dann blickte sie ihn offen an. Ihre Augen waren immer noch verquollen und feucht. \u201eAber danke, dass Sie meinen Hintern gerettet haben!\u201d<br \/>\nEr l\u00e4chelte schwach. \u201eIch dachte, Sie wollten nicht gerettet werden?\u201d<br \/>\n\u201eIch spreche von Glin Madred.\u201d<br \/>\n\u201eSie haben mehr Angst vor dem Arrest, als vor dem Tod?\u201d<br \/>\n\u201eSie sind noch nicht lange genug hier, um das zu verstehen\u201d, entgegnete sie gepresst.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Ikat w\u00e4lzte sich ruhelos in Tapas G\u00e4stebett hin und her. Seine erste Begegnung mit Yanar Antorra lag inzwischen dreieinhalb Jahre zur\u00fcck, doch in letzter Zeit verfolgte sie ihn st\u00e4ndig in seinen Tr\u00e4umen. Schuld daran war Tapa \u2026 die Ah\u2019Maral \u2026 dieser Planet \u2026 die bevorstehende Aufnahmezeremonie.<br \/>\nIn den letzten Monaten hatte es das Schicksal ausgesprochen gut mit ihm gemeint. Zwar hatte er nie genug zu essen gehabt, war beinahe von der M\u00e4usestaupe dahingerafft worden und musste den Tod mehrerer Freunde verkraften, aber dennoch \u2026 Die Crew der Kal Ranor hatte endlich ihren Kommandostab zur H\u00f6lle geschickt, war in die Badlands gefl\u00fcchtet, mehrmals mit Klingonen aneinander geraten, in den Raum der F\u00f6deration abgedriftet und schlie\u00dflich von einem vulkanischen Forschungsteam gerettet worden.<br \/>\nForschungsteam \u2026 Ikat grinste. Von wegen! In der s\u00fcdlichen W\u00fcste Vulkans lebte der Stamm der Turuska, ein eigenwilliges Nomadenvolk, das sich den Gesetzen der absoluten Logik und Emotionslosigkeit nicht unterwarf. Tapa geh\u00f6rte zu diesem Volk, und seine Truppe war in Wirklichkeit ein archaischer Kriegerbund, der einer uralten Tradition aus der Zeit vor Surak folgte. Die Ah\u2019Maral \u2026 schon der Name gefiel ihm! Die Krieger einer Bruderschaft waren allesamt mental verbunden, was im Kampf sicher gro\u00dfe Vorteile brachte. Jedoch gab es nur einen Weg, solche Bindungen herzustellen: durch sexuellen Kontakt.<br \/>\nTapa hatte es ihm erkl\u00e4rt. Tapa hatte gesp\u00fcrt, dass Ikat sich nichts sehnlicher w\u00fcnschte, als frei zu sein \u2026 Cardassia zu verlassen \u2026 irgendwo zu leben, wo er offen zu seiner Homosexualit\u00e4t stehen konnte \u2026 endlich wieder jemanden zu lieben.<br \/>\nIkat liebte Tapa. Er hatte sich vom ersten Augenblick an zu dem zierlichen Vulkanier hingezogen gef\u00fchlt, ihn leidenschaftlich begeht \u2026 und ihm letztendlich seine schlimmsten Erinnerungen anvertraut: Wie sein Liebster \u00f6ffentlich kastriert wurde \u2026 auf besonders schmerzhafte Art \u2026 und sein Vater ihn zwang, dabei zuzusehen.<br \/>\n\u201eIkat, ich respektiere dich sehr\u201d, hatte Tapa gesagt. \u201e\u2026 und ich m\u00f6chte, dass es dir gut geht. Eventuell ist mein Volk imstande, deinem Speer und deinem Katra eine w\u00fcrdige Heimstatt zu schenken \u2026 allerdings musst du eine Pr\u00fcfung bestehen, bevor ich dir mehr sagen darf.\u201d<br \/>\nUnd diese Pr\u00fcfung bestand darin, sich jede Nacht mit einem anderen Krieger zu verbinden \u2026 mit insgesamt dreiundzwanzig Personen, M\u00e4nnern und Frauen.<br \/>\nWar er als Cardassianer \u00fcberhaupt dazu imstande?<br \/>\n\u201eDu brauchst dir keine Sorgen zu machen\u201d, meinte Tapa, denn es gab schon eine Cardassianerin in seiner Bruderschaft: Yanar Antorra. Sie hatte sich ebenfalls in Tapa verliebt \u2026 Ausgerechnet Yanar, die Sex mit M\u00e4nnern nicht mehr ertragen konnte, seit sie von den W\u00e4rtern auf Seltak Drei immer wieder misshandelt und missbraucht worden war.<br \/>\nWenn sie es geschafft hat, schaffst du es auch! tr\u00f6stete sich Ikat. Dreiundzwanzig unbekannte Partner, jede Nacht ein anderer, dreiundzwanzig fremde Stimmen in seinem Kopf \u2026 haupts\u00e4chlich Vulkanier, zwei Betazoiden, ein Mensch, eine Bajoranerin \u2026 aber am st\u00e4rksten klopfte sein Herz beim Gedanken an die Begegnung mit Yanar Antorra, seiner Kollegin, seiner engsten Freundin, seiner Leidensgef\u00e4hrtin und Schwester im Geist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Es war eine erhabene, feierliche Zeremonie im roten Licht T\u2019Kuths: Festessen, Lagerfeuer, Trommeln, Gesang. Ikat probierte gerade die gegrillten H\u00fclsenfr\u00fcchte, als sich jemand unaufgefordert neben ihm niederlie\u00df. Lange, weiche Haare streiften seine Schulter und ein vertrautes Gesicht l\u00e4chelte ihn an. \u201eNerv\u00f6s?\u201d fragte Yanar.<br \/>\n\u201eEin bisschen\u201d, gab Ikat zu.<br \/>\n\u201eMusst du nicht sein\u201d, munterte sie ihn auf. \u201eDer Ablauf ist immer der gleiche: zuerst das Erbsenschoten-Gelage, dann der Trommelwirbel und am Ende erwartet dich eine aufregende Liebesnacht mit h\u00f6chst interessanten Visionen beim Orgasmus.\u201d<br \/>\nIkat richtete sich kerzengerade auf musterte sie interessiert. \u201eWas f\u00fcr Visionen?\u201d<br \/>\nDie Cardassianerin l\u00e4chelte. \u201eMeistens musst du von einer Art Klippe springen und dich auffangen lassen \u2026\u201d<br \/>\n\u201eHmm \u2026 klingt spannend.\u201d<br \/>\n\u201eSicher, aber die Kreativen und Snobs finden andere Varianten. Mein liebster Bindungspartner Aron zum Beispiel macht es nicht unter dem Urknall, dem Untergang des Universums, einer Supernova oder zumindest einem Vulkanausbruch.\u201d<br \/>\n\u201eDas Klingt wiederum ziemlich unangenehm, wenn du mich fragst.\u201d<br \/>\nYanars L\u00e4cheln wurde breiter. \u201eIst es manchmal auch. Aber du solltest es unbedingt versuchen! Danach f\u00fchlst du dich wie neu geboren. Ehrlich!\u201d<br \/>\n\u201eDu schl\u00e4gst mir vor, mit deinem liebsten Bindungspartner zu schlafen?\u201d wunderte sich Ikat.<br \/>\n\u201eWir sind doch alle eine gro\u00dfe Familie\u201d, konterte Yanar leichthin.<br \/>\nGew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig war diese Kultur auf jeden Fall! \u201eWie ist das \u2026 ich meine, wie kommt man damit zurecht, \u00fcber zwanzig Bindungspartner im Kopf zu haben?\u201d<br \/>\n\u201eDu wirst sie nicht st\u00e4ndig im Kopf haben\u201d, beschwichtigte ihn Yanar. \u201eDie anderen haben gelernt, sich abzuschirmen \u2013 und du lernst es auch noch.\u201d<br \/>\n\u201eGeh\u00f6rt dein Aron zu den Kreativen oder den Snobs?\u201d<br \/>\nYanar lachte kurz. \u201eIch denke, er ist ein bisschen von Beidem.\u201d<br \/>\n\u201eDein liebster Bindungspartner ist ein Mann \u2026 das \u00fcberrascht mich\u201d, bemerkte Ikat nachdenklich. \u201eDu hast dich sehr ver\u00e4ndert, Yanar.\u201d<br \/>\n\u201eIch hoffe doch, zum positiven!\u201d<br \/>\nIkat l\u00e4chelte. \u201eAls ich dich kennenlernte, wolltest du mit einem Asteroiden zusammenrasseln \u2026 du warst verzweifelt, weil du keinen Ausweg aus deiner beschissenen Lage gesehen hast \u2026 manchmal hast du dich von allen anderen zur\u00fcckgezogen, sogar von mir \u2026 aber nun sehe ich eine lebenslustige, selbstbewusste Frau vor mir \u2026 eine Frau, die mit sich und dem Universum im Einklang lebt, weil sie zum ersten Mal im Leben so geliebt und respektiert wird, wie sie es verdient \u2026 dass zeigt mir, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.\u201d<br \/>\nYanar erhob sich und streckte ihm die H\u00e4nde entgegen. \u201eDann komm!\u201d<br \/>\n\u201eDu willst die Erste sein?\u201d hakte er nach.<br \/>\nSie blickte ihn eindringlich an. \u201eBringen wir es hinter uns!\u201d<br \/>\nMit diesen Worten f\u00fchrte sie ihn in ein gr\u00fcnes Zelt, das abseits von der Gruppe auf dem heiligen Versammlungsplatz stand. Im Inneren war es gem\u00fctlich, auf dem Boden lagen \u00fcberall bunte Kissen verstreut, eine steinerne Lampe spendete schummriges, weiches Licht.<br \/>\nYanar zog allerdings die Stirn in Falten, als sie sich umsah. \u201eWer, zum Geier, hat dieses Zelt eingerichtet?\u201d murmelte sie. \u201eUnd das soll nun romantisch sein \u2026 Vulkanier!\u201d<br \/>\nZu Ikats Erheiterung begann sie, die Kissen v\u00f6llig neu zu drapieren, trat ein paar Schritte zur\u00fcck, pr\u00fcfte alles mit kritischen Blicken, stopfte jene Gegenst\u00e4nde, die ihrer Meinung nach nicht zum Rest passten, in die Truhe, kramte ein paar kunstvoll verzierte Laternen heraus, die sie an die Zeltstangen h\u00e4ngte, z\u00fcndete die Kerzen an und wandte sich dann l\u00e4chelnd an ihren zuk\u00fcnftigen Waffenbruder. \u201eDas ist doch schon eher ein passendes Ambiente f\u00fcr unsere Bindungszeremonie!\u201d<br \/>\nIkat grinste und zuckte die Achseln. \u201eNach meiner Ansicht sah es vorher auch schon ganz gut aus \u2013 aber wenn du meinst \u2026\u201d<br \/>\nYanar lie\u00df sich geschmeidig auf einem weich gepolsterten Hocker nieder. Ihre schlanke, sportliche Figur kam in der traditionellen Kleidung der Ah\u2019Maral \u2013 dem knappen Bustier und den engen, schwarzen Kniehosen \u2013 besonders gut zur Geltung. Das flackernde Licht der Kerzenflammen warf tanzende Schatten auf ihre helle Haut, die Schuppenleisten und das lange, gl\u00e4nzende Haar. Sie sah verf\u00fchrerisch aus, wie sie sich zur\u00fccklehnte, die Beine \u00fcbereinander schlug und Ikat aus halb geschlossenen Augen betrachtete.<br \/>\nDieser l\u00e4chelte verlegen. \u201eSollten wir uns jetzt nicht ausziehen, oder so?\u201d<br \/>\nYanar schmunzelte. \u201eDu kommst aber schnell zur Sache! Keine Sorge \u2013 wir haben noch den ganzen Abend Zeit f\u00fcrs Vorspiel.\u201d<br \/>\n\u201eYanar, ich wei\u00df, dass dir die Sache mindestens ebenso peinlich ist, wie mir \u2026\u201d<br \/>\nSie atmete tief durch. \u201eIch bin erst vor sechs Wochen aufgenommen worden und viele dieser sogenannten K\u00fcnste der Krieger sind f\u00fcr mich immer noch wie eine verschl\u00fcsselte Datenbank. Ich musste bisher nie eine Bindung herstellen \u2013 und dann ist mein erster Fall ausgerechnet ein knochenschwuler Ex-Kollege, der in mir nur eine gute Freundin sieht.\u201d<br \/>\n\u201eVielleicht bin ich ja gar nicht so knochenschwul, wie ich bisher dachte\u201d, konterte er mit einem stillen L\u00e4cheln. \u201eImmerhin lebst du jetzt auch mit einem Kerl zusammen, obwohl du fr\u00fcher steif und fest behauptet hast, lesbisch zu sein.\u201d<br \/>\n\u201eIn den H\u00e4nden dieser Sexk\u00fcnstler wird eben jeder zu Pudding\u201d, scherzte sie.<br \/>\n\u201eIch k\u00f6nnte jetzt wirklich einen Kanar vertragen!\u201d seufzte Ikat.<br \/>\n\u201eIch auch!\u201d stimmte Yanar ihm aus voller Seele zu. Dann blitzten ihre Augen auf. \u201eDas lie\u00dfe sich arrangieren.\u201d<br \/>\n\u201eDu hast Kanar hier?\u201d<br \/>\n\u201eEtwas viel besseres!\u201d Sie l\u00e4chelte verhei\u00dfungsvoll und deaktivierte das Kraftfeld vor dem Zelteingang.<br \/>\n\u201eMoment mal \u2026\u201d Ikat lachte ungl\u00e4ubig. Yanar hatte schon oft verr\u00fcckte, spontane Einf\u00e4lle gehabt \u2013 selbst in den schlimmsten Zeiten, als sie meistens unter Beruhigungsmitteln stand. Ihr war also durchaus zuzutrauen \u2026 \u201eDu willst doch nicht etwa mitten in der Aufnahmezeremonie zur Raumhafen-Kneipe beamen, oder so was \u2026\u201d Es h\u00e4tte ihn sogar gereizt \u2013 wenn er unter seinem gr\u00fcnen Festgewand nicht splitternackt gewesen w\u00e4re.<br \/>\nYanar, die schon halb aus dem Zelt geschl\u00fcpft war, kicherte. \u201eNat\u00fcrlich nicht! Ich bin gleich wieder zur\u00fcck. Du bleibst hier!\u201d<\/p>\n<p>Tapa warf ihr einen skeptischen Blick zu. \u201eDu willst mitten in der Zeremonie den Versammlungsplatz verlassen, Yanar? Das hat bisher noch nie jemand getan!\u201d<br \/>\n\u201eImmer mit der Ruhe, Tapa. Ich m\u00f6chte nur etwas aus meinem Zelt holen. Und da es unseren zuk\u00fcnftigen Waffenbruder gl\u00fccklich machen w\u00fcrde \u2013 ebenso wie mich selbst \u2013 ist es doch in unser aller Interesse, oder?\u201d<br \/>\nDer Vulkanier las in ihrem Geist und seufzte leise. \u201eIch m\u00fcsste das Kraftfeld um den Platz deaktivieren und das w\u00e4re \u2026\u201d<br \/>\n\u201eSchon gut, lass es\u201d, gab die Cardassianerin nach. \u201eEs war nur eine fixe Idee.\u201d<br \/>\n\u201eVielleicht h\u00e4tte ich mit Ikats Aufnahme warten sollen, bis deine Ausbildung abgeschlossen ist\u201d, lenkte Tapa ein. \u201eDein wahres mentales Potenzial haben wir noch lange nicht zu Tage gef\u00f6rdert.\u201d<br \/>\n\u201eWahrscheinlich habe ich gar nicht so viel mentales Potenzial, wie du immer behauptest\u201d, entgegnete sie voller Resignation. \u201eAber Tatsache ist, dass ich mit dem schwulen Bruder da drin ein Geist und ein Kn\u00e4uel werden muss \u2013 und zwar noch im Laufe dieser Nacht! Nach meinem Gef\u00fchl muss ich alle Mittel aussch\u00f6pfen, um uns beide \u2026\u201d Sie l\u00e4chelte entwaffnend. \u201e\u2026 ein bisschen in Stimmung zu bringen.\u201d<br \/>\n\u201eIn Ordnung, ich deaktiviere das Kraftfeld\u201d, stimmte Tapa zu. \u201eAber das ist eine absolute Ausnahme! Wenn du das n\u00e4chste Mal irgendwelche Paarungsdrogen brauchen solltest, dann bring sie bring gleich zur Zeremonie mit!\u201d<\/p>\n<p>Yanar betrat das Zelt, das sie gemeinsam mit Aron bewohnte, \u00f6ffnete den K\u00fchlschrank \u2013 und prompt kullerten ihr mehrere Glasbeh\u00e4lter mit einer silbrigen Paste entgegen. Yanar st\u00f6hnte entnervt. Aron war Gedankentechniker \u2013 und diese Substanz geh\u00f6rte zu den Medikamenten, die er verwendete. \u201eAron, zum Henker, dieser K\u00fchlschrank ist f\u00fcr Lebensmittel gedacht, und nicht f\u00fcr Kahma-Raka!\u201d schimpfte sie telepatisch mit ihrem Bindungspartner. \u201eMir reicht es! Entweder du bringst das Zeug woanders unter, oder ich verbuddel es irgendwo in der W\u00fcste!\u201d<br \/>\n\u201eFrieden, meine Liebste!\u201d entgegnete Aron auf die gleiche Art. \u201eIch horte das Kahma-Raka f\u00fcr den kommenden Krieg. Wir werden es brauchen!\u201d<\/p>\n<p>\u201eDann kauf dir doch bitte endlich eine gr\u00f6\u00dfere K\u00fchlzelle f\u00fcr deine Praxis! Himmel, wie geizig k\u00f6nnen Vulkanier sein???\u201d<br \/>\n\u201eAlso gut, ich horte mein Kahma-Raka in Zukunft nicht mehr zwischen deinen Vorr\u00e4ten von unethischem Essen\u201d, konterte Aron am\u00fcsiert. \u201eWie kommst du mit Ikat zurecht?\u201d<br \/>\n\u201eGut.\u201d<br \/>\n\u201eBrauchst du meine Hilfe?\u201d<br \/>\n\u201eNein!\u201d<br \/>\nYanar fand nach kurzer Zeit, was sie suchte: Eine Flasche mit echtem Rotk\u00e4ppchen-Sekt von der Erde.<br \/>\n\u201eDas ist alles, was ich brauche\u201d, sagte sie zu sich selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p>Die Sektflasche war schnell geleert. Yanar fand endlich den Mut, den G\u00fcrtel von Ikats Gewand zu l\u00f6sen, und der seidige gr\u00fcne Stoff glitt fast lautlos von seinen Schultern. Er stand nackt vor ihr und musterte sie scheel, als sie mit bedeutungsvoller Miene die H\u00e4nde auf seinen Bauch legte und millimeterweise abw\u00e4rts wandern lie\u00df. Sein K\u00f6rper war muskul\u00f6s und wohlproportioniert, mit dekorativen Schuppen an den richtigen Stellen. Yanar l\u00e4chelte versonnen, denn ihr gefiel, was sie sah.<br \/>\nAuf einmal kicherte Ikat unbeherrscht los. \u201eEtwas mehr Ernst bitte \u2013 ich versuche, das Feuer der Krieger in dir zu entfachen!\u201d schimpfte Yanar in einem Tonfall, als ginge es um Leben und Tod.<br \/>\n\u201eEntschuldige bitte, aber das kitzelt!\u201d<br \/>\n\u201eIch finde die verfluchten Nervenpunkte nicht\u201d, murmelte sie frustriert und lie\u00df die H\u00e4nde sinken. \u201eW\u00e4rst du ein Vulkanier, w\u00fcsste ich, wo die Dinger sind \u2013 aber so \u2026\u201d<br \/>\n\u201eHast du nie versucht, diese Nervenpunkte bei dir selbst zu finden?\u201d<br \/>\n\u201eIch bin eine viel besch\u00e4ftigte Kriegerin und habe keine Zeit f\u00fcr Onanie!\u201d<br \/>\n\u201eDas glaube ich dir aufs Wort!\u201d<br \/>\nYanar zog einen Flunsch. \u201eAron hat mir schon angeboten, die Nervenpunkte auf deinem K\u00f6rper mit wasserfestem Filzstift anzuzeichnen. Selbstverst\u00e4ndlich hab ich diesen netten Vorschlag rigoros abgelehnt.\u201d<br \/>\n\u201eWasserfester Filzstift \u2026\u201d Ikat lachte leise. \u201eDas Leben ist eine Parodie!\u201d<br \/>\nAber Yanar fiel nicht in sein Lachen ein, sondern sah reichlich verzweifelt aus.<br \/>\n\u201eNicht gleich den Phaser ins Korn werfen\u201d, tr\u00f6stete Ikat sie. \u201eEs gibt noch mehr Wege, einen Mann zu verf\u00fchren.<br \/>\n\u201eAuch einen schwulen Mann?\u201d<br \/>\nIkat verdrehte die Augen. \u201eAch, komm mir doch nicht bei jeder Gelegenheit mit dieser Schwulen-Ausrede!\u201d Dann schmunzelte er. \u201eDu willst doch nur mit deinen mentalen Tricks angeben!\u201d<br \/>\n\u201eUnd das werde ich auch \u2013 verlass dich drauf!\u201d<br \/>\n\u201eNichts f\u00fcr ungut, Yanar \u2013 aber wenn wir in diesem Tempo weitermachen, lernen die Lematyas, auf zwei Beinen zu laufen und Pinocle zu spielen, bevor wir fertig sind! Und ich habe noch zweiundzwanzig andere Krieger vor mir!\u201d<br \/>\nYanar stemmte eine Hand und die H\u00fcfte und funkelte ihn drohend an. \u201eWenn du willst, dass ich \u00fcberhaupt weitermache, dann verschone mich bitte mit diesem herablassenden Ton!\u201d<br \/>\n\u201eFindest du nicht, dass du jetzt ein bisschen \u00fcberempfindlich reagierst?\u201d<br \/>\n\u201eZum Henker, versetz dich doch mal in meine Situation, du Intelligenzbestie!\u201d<br \/>\n\u201eJa, fein, bemitleide dich nur selbst \u2013 das bringt mich richtig auf Touren!\u201d schoss Ikat zur\u00fcck. \u201eDenkst du, f\u00fcr mich w\u00e4re es leicht?\u201d<br \/>\n\u201eNa gut, dann mache ich es dir etwas leichter!\u201d konterte sie schneidend. Sie riss sich zuerst das Oberteil, dann die Kniehose herunter, zwang Ikat ohne Vorwarnung in die Horizontale und kniete sich dann mit gespreizten Beinen \u00fcber ihn. \u201eEntspricht dieses Tempo eher deinen Vorstellungen?\u201d fragte sie kurzatmig.<br \/>\nIkat Valna antwortete nicht. Seine Augen wanderten \u00fcber ihren nackten K\u00f6rper, sein Blick war seltsam verschleiert. Schwei\u00dffeuchte Str\u00e4hnen ihrer langen Haare kitzelten seine Brust, er zuckte zusammen und st\u00f6hnte leise. Yanar l\u00e4chelte nur und liebkoste mit hei\u00dfen Fingern seine M\u00e4nnlichkeit.<br \/>\nSein St\u00f6hnen wurde lauter, er streichelte erst sanft und sch\u00fcchtern, dann aufreizend und fordernd ihre Br\u00fcste, ihren Bauch, die feinen Schuppen zwischen ihren Beinen, die Innenseite ihrer Oberschenkel \u2026 Yanar atmete heftig, ein Zittern durchlief ihren ganzen K\u00f6rper.<br \/>\n\u201eDaf\u00fcr, dass du noch nie mit einer Frau zusammen warst, schl\u00e4gst du dich tapfer\u201d, erkl\u00e4rte sie mit belegter Stimme. Unter ihren z\u00e4rtlichen, geschickten H\u00e4nden wurde sein Speer hart und gro\u00df. Sie lenkte ihn mit zwei Fingern behutsam zum Ziel.<br \/>\n\u201eDu \u2026 hast es geschafft \u2026 das Feuer \u2026 auf ganz cardassianische Art \u2026 in mir zu entfachen!\u201d keuchte er.<br \/>\n\u201eWie?\u201d<br \/>\n\u201eIndem wir uns streiten.\u201d<br \/>\n\u201eWir haben uns noch nie gestritten!\u201d<br \/>\n\u201eDieser Planet \u2026 hat einen seltsamen Einfluss.\u201d<br \/>\nSie f\u00fchlte sich fremdartig an \u2026 scheinbar weich und anschmiegsam \u2026 in Wirklichkeit umschloss sie ihn unerbittlich und fest. Ihm blieb nichts anders \u00fcbrig, als ihrem Rhythmus zu folgen. F\u00fcr einen Moment war es ihm unheimlich \u2026 dann konnte er keinen klaren Gedanken mehr fassen \u2026 sich nur noch der reinen Ekstase hingeben.<br \/>\nWie durch einen roten Nebel sp\u00fcrte er ihre Fingerkuppen an seinen Schl\u00e4fen.<br \/>\n\u201eNa, findest du diesmal die richtigen Nervenpunkte?\u201d<br \/>\n\u201eSoll ich dir eine kleben?\u201d stie\u00df sie hervor.<br \/>\n\u201eIch bin kein Experte f\u00fcr Hetero-Spielchen, aber \u2026\u201d Alles Blut seines K\u00f6rpers schien sich in seiner Mitte zu sammeln. \u201e\u2026 kommt das nicht erst nach dem Akt.\u201d<br \/>\n\u201eDein Geist zu meinem Geist, deine Gedanken zu meinen Gedanken\u201d, zitierte sie w\u00fcrdevoll.<br \/>\nEin Strudel von wei\u00dfem Licht sog ihn ein. Die reale Welt verschwand \u2026 wich einem bizarren Traum \u2026 einer Vision \u2026 einer Fieberphantasie \u2026 Ikat war sich nicht sicher.<br \/>\nEr befand sich pl\u00f6tzlich auf der Br\u00fccke eines cardassianischen Schiffes \u2026 der Kal Ranor, wie er unschwer erkannte. Aber das Schiff war verlassen, terranisches Unkraut aller Sorten \u00fcberwucherte die Konsolen, den Boden und die Sessel, seine Wurzeln sprengten Glas und Metall. Handtellergro\u00dfe Fantasieschmetterlinge umschwirrten die Bl\u00fcten, die samtigen Fl\u00fcgel schimmerten purpur und golden, lila, wei\u00df und blau, stets Ton in Ton kombiniert mit geschmackvollen Dreiecksmustern. Ein frischer Grabh\u00fcgel ersetzte den Chefsessel des Guls, eine bajoranische Zwergharakatze mistete gen\u00fcsslich blinzelnd in den Sand. Warmes, dunkelrotes Blut tropfte aus den kaputten Leitungen an der Decke. Das Schiff erbebte immer wieder, als w\u00fcrde es angegriffen.<br \/>\nIkat hatte sich noch nicht entschieden, ob er sich am\u00fcsieren oder gruseln sollte \u2013 da trat Yanar auf ihn zu. Sie trug einen hautengen grauen Anzug aus metallisch gl\u00e4nzendem Stoff, dazu hochhackigen Stiefel, und st\u00f6ckelte in m\u00e4dchenhafter Anmut \u00fcber die Pflanzen hinweg.<br \/>\nIhr \u00e4u\u00dferes Erscheinungsbild fluktuierte. Die Halsschuppen und cardassianischen Gesichtsmerkmale wurden immer wieder durchsichtig wie eine Projektion auf einem schlecht funktionierenden Holodeck.<br \/>\n\u201eSo ein Mist\u201d, murrte sie unzufrieden. \u201eDu verdienst wirklich etwas Besseres als \u2026 das hier.\u201d<br \/>\nEr nahm ihre H\u00e4nde und l\u00e4chelte jungenhaft. \u201eAch ich wei\u00df nicht \u2026 die Katze gef\u00e4llt mir.\u201d<br \/>\n\u201eEine bajoranische Zwerghara. Ich wollte schon als Kind eine haben.\u201d Sie lachte halbherzig, aber ihre Augen blieben ernst. \u201eIch kann diesen Ort einfach nicht vergessen \u2026 die schlimmen Dinge, die hier passiert sind \u2026 obwohl ich versuche, Gras dar\u00fcber wachsen zu lassen, wie du siehst.\u201d<br \/>\n\u201eMir geht es doch genauso\u201d, tr\u00f6stete Ikat sie. \u201eUnd ich hab mir auch schon oft genug gew\u00fcnscht, jemand anderes zu sein \u2026 alles, nur kein Cardassianer.\u201d<br \/>\nIhr Gesicht war ganz blass geworden, sie atmete flach. \u201eWir m\u00fcssen hier raus!\u201d<br \/>\n\u201eNichts lieber als das!\u201d Ikat sah sich um. \u201eAber wie?\u201d<br \/>\nDer Eingang zur Br\u00fccke war verschwei\u00dft, es gab keine T\u00fcren, keine Luftschleusen, keinen Fluchtweg.<br \/>\nFrust und Verzweiflung packte Yanar, sie riss eine besonders \u00fcppige Schafgabe aus dem Boden und schleuderte sie mit einem leisen Fauchen gegen den Hauptmonitor.<br \/>\nDie Pflanze flog mitten hindurch.<br \/>\nYanar Augen leuchteten hoffnungsvoll auf und sie packte Ikat Hand. \u201eKomm!\u201d<br \/>\n\u201eWas hast du vor?\u201d protestierte er lautstark. \u201eDa drau\u00dfen herrscht das pure Vakuum! Wir werden ersticken, zum Henker!\u201d<br \/>\n\u201eDas lasse ich nicht zu!\u201d erkl\u00e4rte sie fest.<br \/>\nSie rannten entschlossen auf den Bildschirm zu, sprangen kopf\u00fcber hindurch, ihnen folgten s\u00e4mtliche Schmetterlinge und Insekten und sogar die Harakatze, die mit allen Vieren im Nichts herumruderte, die Augen weit aufgerissen \u2026<br \/>\nSein ganzer K\u00f6rper verkrampfte sich vor Lust und vor Panik \u2026 Oder Yanars K\u00f6rper? Es war kaum noch m\u00f6glich, seine Empfindungen von ihren zu unterscheiden.<br \/>\nSie schwebten mitten im All, das Schiff hinter ihnen explodierte, eine gnadenlose Hitze \u00fcberflutete sie, die Schockwelle trug sie weit \u00fcber die Grenzen des bekannten Raums.<br \/>\nDann tauchten sie in die Atmosph\u00e4re eines Planeten, die Harakatze verkrallte sich in Yanars Hinterteil, ein kurzer, stechender Schmerz durchzuckte sie \u2026 und ihn ebenso.<br \/>\nSie lag auf dem R\u00fccken und fing ihn auf, der Himmel \u00fcber ihnen war zart violett und mondlos. Blaugr\u00fcnes Moos polsterte den Boden, bl\u00fchende B\u00e4ume wuchsen zwischen kunstvoll verzierten Mauern, Geb\u00e4uden mit hellen T\u00fcrmen und bunten Fenstern, majest\u00e4tisch und filigran zugleich. Sie erinnerten ihn an etwas, an ein Erlebnis aus seiner Kindheit \u2026 Da fiel es ihm schlagartig ein: sein Ausflug zu den Ruinen der alten, hebitanischen Kultur.<br \/>\n\u201eWo sind wir?\u201d fragte er, obwohl er die Antwort l\u00e4ngst ahnte.<br \/>\n\u201eAuf Cardassia Prime. So wie es vor tausend Jahren aussah. Lange bevor die Industrie den Planeten ruiniert hat und das Milit\u00e4r alles mit Protzbauten und \u00dcberwachungsger\u00e4ten vollpflasterte.\u201d<br \/>\n\u201eEs ist wundersch\u00f6n.\u201d<br \/>\n\u201eAlso waren meine zwei Semester Geschichtsstudium doch zu was gut.\u201d Sie l\u00e4chelte.<br \/>\n\u201eDenkst du, es k\u00f6nnte irgendwann wieder so sch\u00f6n werden?\u201d<br \/>\n\u201eSicher, irgendwann\u201d, erkl\u00e4rte sie zuversichtlich. \u201eWir werden es vielleicht nicht mehr erleben, aber wir werden unseren Beitrag dazu leisten \u2013 wir beide! Die Wahrtr\u00e4umer sagen, dass Cardassia eines Tages zum Frieden und zur Demokratie zur\u00fcckkehren wird \u2013 und dass ich dabei eine wichtige Rolle spielen werde, obwohl ich es mir nicht recht vorstellen kann.\u201d<br \/>\nIhre Stimme klang gespresst, wie unter gro\u00dfen Schmerzen. Eine hauchfeine Schicht von Bl\u00fctenstaub \u00fcberzog ihr Gesicht, konnte jedoch die ungesunde Farbe ihrer Haut nicht verbergen. Ihre Augen waren rot ger\u00e4ndert, sie wirkte zu Tode ersch\u00f6pft und atmete schwer.<br \/>\n\u201eYanar!\u201d rief Ikat erschrocken. \u201eIch habe dir weh getan, das tun mir Leid \u2026\u201d<br \/>\n\u201eNicht so schlimm\u201d, erwiderte sie matt. \u201eDu kannst ja nichts f\u00fcr die Noppen an deinem Ding -und ich kann nichts daf\u00fcr, dass ich da drin so ein empfindliches Organ habe, das beim Orgasmus anschwillt, um den Eisprung auszul\u00f6sen. So funktioniert nun mal die cardassianische Biologie.\u201d<br \/>\n\u201eDas meine ich nicht.\u201d Er strich ihr z\u00e4rtlich das Haar aus der Stirn, seine Finger wanderten \u00fcber ihren Hals und die schuppigen Schl\u00fcsselbeine \u2026 dann hielt er den Rei\u00dfverschluss ihres Overalls in der Hand, \u00f6ffnete ihn langsam und voller schlimmer Vorahnungen. Yanars Haut unter dem Stoff war zum Teil voller Brandblasen, an manchen Stellen von Peitschenhieben zerfetzt, ein paar Schuppen waren abgerissen.<br \/>\n\u201eOh nein\u201d, fl\u00fcsterte er entsetzt. \u201eSeit wann \u2026\u201d<br \/>\n\u201eSeit ungef\u00e4hr sechs Jahren\u201d, erkl\u00e4rte sie tonlos.<br \/>\n\u201eDu hast dir die gr\u00f6\u00dfte M\u00fche gegeben, vor mir zu verbergen, wie dreckig es dir immer noch geht \u2026 selbst w\u00e4hrend der Gedankenverbindung \u2026 Wieso?\u201d<br \/>\n\u201eWeil es nicht wichtig ist.\u201d<br \/>\n\u201eDoch, f\u00fcr mich ist es wichtig!\u201d Er schrie fast. \u201eEs kann nicht sein, dass du dich qu\u00e4lst, damit ich diese Nacht meinen Spa\u00df habe! Das ist \u2026\u201d<br \/>\n\u201eWir m\u00fcssen die Bindung vollziehen. Nur das ist jetzt wichtig.\u201d<br \/>\n\u201eVerdammt, Yanar \u2026\u201d murmelte er erstickt. \u201eJetzt kapiere ich alles.\u201d<br \/>\n\u201eWas?\u201d hauchte sie.<br \/>\n\u201eDu hast vier Gl\u00e4ser Sekt gebraucht, um dir Mut anzutrinken \u2026 und selbst dann hattest du noch Hemmungen, mich \u00fcberhaupt anzufassen \u2026 nicht, weil du Angst um unsere Freundschaft hattest, oder weil ich schwul bin \u2026 du hast ja von den Ah\u2019Maral gelernt, dass das alles im Grunde kein Hindernis ist \u2026 nein, dir war nicht wohl, weil ich von der Kal Ranor bin \u2026 weil ich dich an diese ganze Schei\u00dfe von damals erinnere, an die du lange nicht mehr gedacht hast. Und nun hab ich dich wieder reingeritten \u2026\u201d Die Idylle verschwamm vor seinen Augen und er hielt nur mit M\u00fche ein Schluchzen zur\u00fcck.<br \/>\nSie nahm seine H\u00e4nde fest in ihre und nach kurzer Zeit sp\u00fcrte er Yanars Herzschlag wie seinen eigenen, f\u00fchlte, wie sein Blut in ihre Adern str\u00f6mte, wie ihre Wunden heilten und sein Schmerz ebenso verschwand wie ihrer. Er und die Frau unter ihm waren eine Seele, ein Geist, ein Organismus.<br \/>\n\u201eDu hast mich nicht reingeritten\u201d, erklang ihre sanfte Stimme in seinem Kopf. \u201eIm Gegenteil: Du gibst mir Kraft. So wie du auf der Kal Ranor immer f\u00fcr mich dagewesen bist, wenn ich dringend einen Freund brauchte.\u201d<br \/>\n\u201eIch hatte endlich eine verwandte Seele gefunden. Das hat mir viel bedeutet.\u201d<br \/>\n\u201eAuf eine gewisse Weise waren wir schon immer verbunden.\u201d<br \/>\nIkat sagte nur: \u201eJa.\u201d<br \/>\nTapa hatte seinem Speer und seinem Katra eine w\u00fcrdige Heimstatt versprochen \u2013 und er hatte sie gefunden. Ausrechnet bei einer Frau \u2026 Dabei war er zu den Turuska gekommen, weil er bei ihnen unbek\u00fcmmert schwul sein durfte.<br \/>\n\u201eIch bin nicht deine einzige Heimstatt\u201d, widersprach Yanar mit gutm\u00fctiger Ironie. \u201eNur eine von dreiundzwanzig.\u201d<br \/>\nDann versank sie zufrieden in der Dunkelheit. Ihre Verf\u00fchrungsk\u00fcnste waren dilettantisch gewesen und ihre Visionen grotesk \u2013 aber das k\u00fcmmerte sie nicht l\u00e4nger. Manchmal war es so einfach, jemanden gl\u00fccklich zu machen.<\/p>\n<p>\u00a9 2004 by Adriana Wipperling<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein uraltes Turuska-Ritual verlangt von Yanar, die Nacht mit Ikat zu verbringen. 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