{"id":1318,"date":"2004-05-16T20:30:46","date_gmt":"2004-05-16T19:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=3"},"modified":"2025-05-13T19:34:37","modified_gmt":"2025-05-13T19:34:37","slug":"test","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sandozean.de\/?p=1318","title":{"rendered":"Worte des gro\u00dfen Surak"},"content":{"rendered":"<p>Bedenke, bevor du dein Leben oder deine Arbeit mit einem anderen teilst: Unwissenheit ist der gr\u00f6\u00dfte Feind der Logik. Indem du dem anderen Informationen vorenth\u00e4ltst verhinderst du bei ihm logisches Denken und erniedrigst ihn. Es kann sein, da\u00df dadurch sein Denken und Handeln irrational und destruktiv wird. Es kann sogar sein, da\u00df Emotionen seinen Verstand vollst\u00e4ndig \u00fcberw\u00e4ltigen und ihn zum Tier werden lassen. Du vergr\u00f6\u00dferst damit die Entropie und beschleunigst den Hitzetod des Universums\u2026. Versuche niemals, einen anderen durch Bruchst\u00fccke deines Wissens oder Unwahrheiten zu manipulieren! Wenn der andere nicht bereit ist f\u00fcr deine Wahrheit, so meide lieber jeden Kontakt zu ihm. So ehrst du zwar nicht das Cthia aber du erniedrigst es auch nicht. Indem du den anderen seinen eigenen Gedanken \u00fcberl\u00e4\u00dft, l\u00e4\u00dft du das Universum unber\u00fchrt.<\/p>\n<p>(Aus: Anneliese Wipperling, \u201cDer weite Weg zur Erde\u201d)<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es gibt Dinge im All, die die Entropie gleichzeitig f\u00f6rdern und mindern. So wie der Staub, der Strukturen zerst\u00f6ren und schaffen kann. Er kann Quellen versch\u00fctten und Kanten abschleifen\u2026 aber er bildet auch makellose Formen im Wind. Solche Dinge, die an sich weder gut noch b\u00f6se sind, garantieren die Dauerhaftigkeit des Universums. Wir Vulkanier haben nicht mehr Einflu\u00df als Saronk\u00e4fer, deren Spuren verwischt sind noch ehe die Nacht kommt. Das sollte uns Bescheidenheit lehren.<\/p>\n<p>(Aus: Anneliese Wipperling, \u201cDer weite Weg zur Erde\u201d)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn du deine Hand ausstreckst, um jemand zu ber\u00fchren, dann denke daran, da\u00df ein anderes Universum auf dich wartet\u2026 ein Universum, in dem vielleicht andere Gesetze herrschen, als in deinem\u2026 ein Universum, das vielleicht nicht kompatibel ist mit deinem. Im schlimmsten Fall k\u00f6nnen in beiden alle Sonnen erl\u00f6schen und das Leben auf den Planeten im Eis erstarren. Die Logik und die sorgf\u00e4ltige Beobachtung eurer Nehaus wird dir helfen, dich richtig zu entscheiden. Wenn eure Universen in Harmonie verbunden sind, wird ein gr\u00f6\u00dferer Raum mit gleichen Gesetzen geschaffen und die Entropie wird vermindert. Du bist verantwortlich f\u00fcr das Gedeihen des Lebens im eurem gemeinsamen Universum\u2026 dein Partner ist es ebenfalls\u2026 wer eine Bindung ohne Grund beendet, t\u00f6tet mehr, als es den Anschein hat.<\/p>\n<p>(Aus: Anneliese Wipperling:, \u201cDer weite Weg zur Erde\u201d)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer dem Fremden begegnet, f\u00fchlt sich oft abgesto\u00dfen von Br\u00e4uchen, die auf den ersten Blick unverst\u00e4ndlich und grausam wirken. Um das Cthia zu ehren ist es jedoch notwendig, die eigenen Gewohnheiten nicht zum allgemeinen Ma\u00dfstab zu erheben. Es ist erst einmal notwendig, Ursachen und Zweck dieser Sitten zu ergr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Danach sollte man sich vor allem diese Fragen stellen: Wem n\u00fctzt und wem schadet es? Wird jemand gezwungen, gegen seine Natur oder seine \u00dcberzeugung zu handeln? Werden bestimmte Personen erh\u00f6ht und andere gedem\u00fctigt? Haben die Gemeinschaft und der Einzelne die Chance, sich entsprechend ihren Begabungen zu entwickeln? Wird das Wohl der Vielen und der Wehrlosen ausreichend ber\u00fccksichtigt? Sind unsere eigenen Ansichten wirklich so makellos, da\u00df alle anderen Versuche, das existentielle Problem intelligenter Wesen zu l\u00f6sen, versto\u00dfen werden m\u00fcssen?\u2026 Verwechseln wir vielleicht Selbstbewu\u00dftsein mit Arroganz?<\/p>\n<p>Manchmal zeigt sich, da\u00df die auf den ersten Blick abartigen Br\u00e4uche der Fremden \u00e4u\u00dferst sinnvoll sind, da\u00df ihre Logik und Ethik genauso akzeptabel ist wie unsere eigene. Die Begegnung mit dem Fremden ist immer eine M\u00f6glichkeit, zu lernen und sich an der unendlichen Mannigfaltigkeit des Universums zu erfreuen\u2026 Bedenken wir auch, da\u00df das Fremde nicht immer bei den fernen Sternen gesucht werden mu\u00df, manchmal befindet es sich direkt vor unserer Haust\u00fcr\u2026<\/p>\n<p>(Aus: Anneliese Wipperling, \u201cDer weite Weg zur Erde\u201d)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Turuska haben ihr Volk vor der Ausrottung bewahrt, indem sie aus der Liebe der Krieger und ihrer Bindung zueinander einen unbezwingbaren Wall um jedes Zeltdorf und jede Familie schufen. Ich bin ein Teil des Speers, der seit vielen Generationen das Herz Eures Volkes zerfleischt\u2026 mein Mitgef\u00fchl ist irrelevant, gemessen an Eurem Leid. Ich bin mitschuldig, weil meine Vorfahren einst aus dem verbrannten Wald kamen und die dunkelh\u00e4utigen St\u00e4mme Vulkans versklavt und ausgebeutet haben, seit sie ihre besonderen F\u00e4higkeiten erkannten. Auch wenn ich selbst ein Mann des Friedens bin und mir jegliches Blutvergie\u00dfen zuwider ist\u2026 es steht mir nicht zu, von den Ah\u2019Maral zu fordern, da\u00df sie ihre Waffen einfach niederlegen und uns vertrauen sollen.<\/p>\n<p>(Aus: Anneliese Wipperling, \u201cDer \u00c4lteste Krieger\u201d)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie haben recht, das Versto\u00dfen aller Gef\u00fchle ist m\u00f6glicherweise kein Allheilmittel gegen die grausamen \u00dcbel unserer Welt. Es gibt Empfindungen, die kostbar und n\u00fctzlich f\u00fcr die Vielen sind. Wenn es nur nicht so unendlich schwer w\u00e4re, sie zu erkennen und von ihren sch\u00e4dlichen Imitaten zu unterscheiden! Ich zweifle sehr daran, da\u00df wir dem Normalvulkanier diese Aufgabe aufb\u00fcrden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wahre Liebe und verbrecherische Besessenheit, Hingabe an ein gro\u00dfes Ziel und heillose Verblendung\u2026 wer ist schon immer in der Lage, das Cthia zu ehren und all das makellos zu trennen?<\/p>\n<p>Unser Ich ist Teil des Me\u00dfsystems\u2026 und das macht uns besonders hilflos, wenn es um uns selbst geht. Sogar ein Philosoph mag daran verzweifeln\u2026 d\u00fcrfen wir von einem einfachen G\u00e4rtner etwas fordern, womit selbst ein hoch gebildeter Mann gro\u00dfe Schwierigkeiten hat? Sie schreiben, da\u00df wir unseren Instinkten folgen sollen, da\u00df sie manchmal weiser sind als unsere Logik.<\/p>\n<p>Ich habe nicht soviel Vertrauen in die Natur der Vulkanier. Vielleicht ist Ihr Volk dazu f\u00e4hig\u2026 aber wir, die wir aus den verbrannten W\u00e4ldern entkamen, wurden von einer ungez\u00fcgelten Entropie auserw\u00e4hlt\u2026 auf uns kann und darf man nicht bauen! Aber es stimmt, was Sie sagen: Die pure Logik l\u00e4\u00dft uns nicht \u00fcber uns selbst hinauswachsen. Sie bef\u00e4higt uns nicht zur Hingabe\u2026 einer Eigenschaft, die manchmal notwendig f\u00fcr das \u00dcberleben ist. Ich habe keine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem. Ich kann nur hoffen, da\u00df Vulkan niemals auf so unbarmherzige Weise gepr\u00fcft wird! M\u00f6gen wir lange in Frieden leben und uns an den Fr\u00fcchten der Logik erfreuen! M\u00f6gen wir erfolgreich und sicher sein! Der Gedanke an etwas anderes erf\u00fcllt mich mit heilloser Furcht<\/p>\n<p>(Aus: Anneliese &amp; Adriana Wipperling, \u201cF\u00fcr Vulkan leben und sterben\u201d)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich noch j\u00fcnger war, hoffte ich, da\u00df man eine makellose Gesellschaft schaffen k\u00f6nnte, da\u00df es ausreichen w\u00fcrde, alle irrationalen Gef\u00fchle zu versto\u00dfen\u2026 und Vulkan w\u00fcrde endlich unschuldig und rein werden \u2026<\/p>\n<p>Inzwischen wei\u00df ich es besser. Die Verbrechen aus Leidenschaft sind in der Tat weniger geworden. Nur sehr ungebildete Vulkanier aus unterprivilegierten H\u00e4usern und Kranke sind noch daf\u00fcr anf\u00e4llig. Durch bessere Heilmethoden der Gedankentechniker und mehr soziale Gerechtigkeit k\u00f6nnte man diesen Rest Irrationalit\u00e4t zum gr\u00f6\u00dften Teil \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Aber damit haben wir das B\u00f6se nicht ausgerottet, sondern nur ver\u00e4ndert. Es kann sich, genau wie die Sexualit\u00e4t, in jeder Lebens\u00e4u\u00dferung eines Vulkaniers einnisten und verbergen. Es ist besonders gef\u00e4hrlich, grausam und gnadenlos, wenn es sich mit emotionsloser Logik verb\u00fcndet.<\/p>\n<p>(Aus: Anneliese Wipperling, \u201cLogik aus der K\u00e4lte\u201d)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>B\u00f6sartigkeit und Rachsucht sind wie eine ansteckende Krankheit. Sie bleibt nie auf ein Volk oder eine Klasse beschr\u00e4nkt. Irgendwann wird die entfesselte Entropie die ganze Gesellschaft deformieren und verderben. Kunst und Wissenschaft k\u00f6nnen nur noch perverse Monstren produzieren, M\u00e4nner und Frauen werden einander qu\u00e4len, statt liebevoll zusammenzuleben und ihre vergessenen Kinder werden wie herrenlose Tiere umherstreunen und wehrlos dem B\u00f6sen verfallen. Wir sind unf\u00e4hig, mit unseren Gef\u00fchlen verantwortungsbewusst umzugehen. Wir m\u00fcssen sie an der Wurzel packen und gnadenlos ausrei\u00dfen. Nur die reine, k\u00fchle Logik vermag uns noch zu retten.<\/p>\n<p>(Aus: Anneliese Wipperling, \u201cDie Parias aus der Karminroten Stadt\u201d)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedenke, bevor du dein Leben oder deine Arbeit mit einem anderen teilst: Unwissenheit ist der gr\u00f6\u00dfte Feind der Logik. Indem du dem anderen Informationen vorenth\u00e4ltst verhinderst du bei ihm logisches Denken und erniedrigst ihn. Es kann sein, da\u00df dadurch sein Denken und Handeln irrational und destruktiv wird. Es kann sogar sein, da\u00df Emotionen seinen Verstand vollst\u00e4ndig \u00fcberw\u00e4ltigen und ihn zum Tier werden lassen. Du vergr\u00f6\u00dferst damit die Entropie und beschleunigst den Hitzetod des Universums\u2026. Versuche niemals, einen anderen durch Bruchst\u00fccke deines Wissens oder Unwahrheiten zu manipulieren! Wenn der andere nicht bereit ist f\u00fcr deine Wahrheit, so meide lieber jeden Kontakt zu ihm. So ehrst du zwar nicht das Cthia aber du erniedrigst es auch nicht. Indem du den anderen seinen eigenen Gedanken \u00fcberl\u00e4\u00dft, l\u00e4\u00dft du das Universum unber\u00fchrt. 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