{"id":129,"date":"2006-08-18T15:40:54","date_gmt":"2006-08-18T14:40:54","guid":{"rendered":"http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=129"},"modified":"2025-05-13T19:10:15","modified_gmt":"2025-05-13T19:10:15","slug":"129","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sandozean.de\/?p=129","title":{"rendered":"Dein Feind ist dein Bruder"},"content":{"rendered":"<p><em>Wo m\u00fcssen wir ansetzen, um schlimme Ereignisse zu verarbeiten und zumindest teilweise zu s\u00fchnen? Rachsucht ist ein nat\u00fcrliches und im ganzen Universum verbreitetes Gef\u00fchl. Den Gegner zur Bestie hochzustilisieren, ist jedoch die Wurzel schlimmsten \u00dcbels \u2026 <\/em><\/p>\n<p>Mehr Informationen zum Heyla-Universum unter:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=64\">http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=64<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.heyla.de.vu\">www.heyla.de.vu<\/a><\/p>\n<p><strong>Andal aus dem Hause Boras: Rede anl\u00e4sslich der \u00d6ffnung des Datenstroms nach Talur<\/strong><br \/>\n(\u00dcbersetzung von Anneliese Wipperling)<\/p>\n<p>\u201cRachsucht ist vermutlich ein im ganzen Universum verbreitetes Ph\u00e4nomen. Wir Heylaner haben mit dem Bakh\u2019Hatsu traurige Ber\u00fchmtheit erlangt, einer Form der Vergeltung, die weit \u00fcber das normale \u201eAuge um Auge, Zahn um Zahn\u201d hinausgeht. Wer Bakh\u2019Hatsu schw\u00f6rt, wird den Verlust eines Auges s\u00fchnen, indem er dem anderen bei lebendigem Leib die D\u00e4rme herausrei\u00dft und aus ihnen Saiten f\u00fcr seine Harfe anfertigt. Selbst Ennu hat es nicht geschafft, den Heylanern jenen scharfen Durst nach dem Leiden des Gegners g\u00e4nzlich auszutreiben. Mein Volk, die Turuska, hat nie versucht, diesen Drang mit der Wurzel aus dem Umah zu rei\u00dfen \u2026 aber es hat eine eiserne Regel aufgestellt, die nur von geistig defekten Personen gebrochen wird: Es ist uns verboten, Bakh\u2019Hatsu an einem Au\u00dfenstehenden zu vollziehen \u2026 an einem unschuldigen Stellvertreter des T\u00e4ters.<br \/>\nEs ist mittlerweile bekannt, dass unser Volk in der Zeit vor Ennu grausamen Verfolgungen durch Sklavenh\u00e4ndler und Genetikfirmen ausgesetzt war. Ja, unsere Krieger haben bestimmte Verbrecher ganz gezielt gefangen, ihnen den Prozess gemacht und sie dann zu den Futterpl\u00e4tzen der Raspayatis gebracht. Es war sicher nicht angenehm f\u00fcr die Verurteilten, viele Timas oder ganze Tage angekettet darauf zu warten, dass die hungrigen Bestien kamen und sie zerfleischten. Diese Bestrafungen dienten nicht nur der Heilung eigener Wunden, sondern waren auch Teil eines Abschreckungssystems, das sich zumindest teilweise als recht wirksam erwies.<br \/>\nJetzt wird manch einer sagen: \u201eSieh an, die Heylaner sanktionieren die Blutrache und noch Schlimmeres, ihr archaisches Bakh\u2019Hatsu \u2026 einen Amoklauf gegen jede Art Gerechtigkeit. Nun, das Bakh\u2019Hatsu hat seine zweifelhaften Aspekte und ich lehne es f\u00fcr meine eigene Person strikt ab. Dennoch habe ich nicht das Recht, f\u00fcr alle zu sprechen, denn der Schmerz ist eine sehr individuelle Angelegenheit \u2026 und die Wege aus dieser Qual sind es auch. Nicht jeder ist in der Lage mithilfe des Umahaij eine emotionslose Entscheidung zu treffen \u2026 und selbst wenn: Es gibt auch eine perfide Logik der Vergeltung. Vielleicht ist das der Grund, weshalb es Ennu nicht gelungen ist, Heyla g\u00e4nzlich von der Rachsucht zu befreien.<br \/>\nAber bevor sich jetzt jemand entspannt zur\u00fccklehnt, weil er glaubt, sich nicht mehr anstrengen zu m\u00fcssen, um seine Lust auf Vergeltung zu versto\u00dfen, m\u00f6chte ich auf einen gravierenden Unterschied zwischen Bakh\u2019Hatsu und dem, was in den letzten Decenna geschehen ist, hinweisen. Bakh\u2019Hatsu richtet sich immer gegen konkrete Feinde: Personen, Clans, Firmen, Armeen \u2026 nie gegen ganze Spezies oder Bev\u00f6lkerungsschichten \u2026 und vor allem nicht gegen Unbeteiligte. Als unsere Krieger gegen das brutale Haus Sadam zu Felde zogen, haben sie ganz bewusst die Kinder verschont und jene Erwachsenen, die beweisen konnten, dass sie an den Gr\u00e4ueltaten nicht beteiligt waren, wieder nach Hause geschickt.<br \/>\nUnd nun bedenken Sie, was B\u00fcrger unserer angeblich so zivilisierten Liga friedlicher Welten in letzter Zeit angerichtet haben! Die Nakkaraner haben den Verlust ihrer G\u00f6tter zum Anlass genommen, ihren Rachegel\u00fcsten freien Lauf zu lassen und unbescholtene, wehrlose Taluri zu qu\u00e4len und zu t\u00f6ten. Nicht wenige haben an der Befriedigung dieser Lust viel Geld verdient. Ich verstehe ja, dass das Schweigen der Schutzgeister die Nakkaraner zutiefst verunsichert hat, aber musste ihre neue Sekte unbedingt die niedrigsten Instinkte bedienen? W\u00e4re es nicht sinnvoller gewesen, sich durch Meditation, Nachdenken und Gebete um eine neue Form der Spiritualit\u00e4t zu bem\u00fchen? Nein, die stummen G\u00f6tter wurden gnadenlos missbraucht und ich denke, dass die falschen Bjena das ganz bewusst taten, sonst h\u00e4tten sie nicht versucht, die alte Priesterkaste auszurotten. Die Taluri waren einst extrem b\u00f6sartige Sieger gewesen und nun ging die Saat ihrer Arroganz und Ma\u00dflosigkeit auf. Auch wenn die blauen Bjena es nicht so genannt haben: Das war Bakh\u2019Hatsu an Unbeteiligten \u2026 eine extrem scheu\u00dfliche ethische Verirrung.<br \/>\nUnd was soll man zum wieder aufleben der Sklaverei auf gewissen Kolonieplaneten der Liga sagen? War das Durst nach Rache f\u00fcr die gelegentlichen \u00dcbergriffe der Taluri, schn\u00f6des Gewinnstreben, Befriedigung eines latent vorhandenen Sadismus \u2026 oder einfach das Bed\u00fcrfnis, alle schweren und unangenehmen Arbeiten auf andere abzuw\u00e4lzen? Wahrscheinlich war ein Konglomerat aus ganz verschiedenen Motiven der Grund. Das Ergebnis ist jedenfalls, dass wir alle uns f\u00fcr die Taten gewisser Mitb\u00fcrger sch\u00e4men m\u00fcssen. Wir sind nicht zivilisierter als die Imperier, die Wikissa oder die Taluri. Unsere Gesetze und die offizielle Ethik sind humaner als die der genannten V\u00f6lker, aber das bedeutet noch lange nicht, dass alle Individuen den Normen ihrer Gesellschaft entsprechen. Es mag auf Talur Personen mit ungew\u00f6hnlich intakter Ethik und starkem Mitgef\u00fchl geben, andererseits tragen nicht wenige B\u00fcrger der Liga rei\u00dfende Bestien und kaltherzige Gesch\u00e4ftemacher in sich.<br \/>\nEs ist an der Zeit, die Erfahrungen der letzten Jahre zu verallgemeinern und den unappetitlichen, besch\u00e4menden Ereignissen auf den Grund zu gehen. Was ist der Grundfehler? Wo m\u00fcssen wir ansetzen, um die schlimmen Ereignisse zu verarbeiten und zumindest teilweise zu s\u00fchnen? Lassen Sie uns gemeinsam dar\u00fcber nachdenken, was die Wurzel allen \u00dcbels ist!<br \/>\nAus meiner Sicht ist es die innere Einstellung zum Gegner. Wenn ich ihn zur Bestie hochstilisiere, den Hass kultiviere und ganz gezielt zur Rache aufrufe, wird das den Kampfgeist der eigenen Leute enorm st\u00e4rken. F\u00fcr den Moment ist das ein Vorteil, aber was passiert, wenn schutzlose Individuen ins Spiel kommen? Oder wenn der Feind niedergeworfen wurde? Dann stehen die von der Propaganda entfesselten Triebe einer vern\u00fcnftigen L\u00f6sung im Weg. Dann m\u00fcssen Fl\u00fcchtlinge und harmlose Siedler f\u00fcr die Verbrechen ihrer Regierung b\u00fc\u00dfen. Dann wird man an Frauen, Kindern und Greisen abreagieren, was man den fremden Soldaten nicht antun konnte.<br \/>\nWenn Sie die Geschichte der Planeten des roten Sektors studieren, werden Sie feststellen, dass das ma\u00dflose Verhalten der Sieger kolonialer Raubz\u00fcgen und Kriege immer wieder die Quelle f\u00fcr blutigen Terrorismus und neue Kriege war. Nehmen wir ein Beispiel von der Erde. Dort gab es zu Beginn des Industriezeitalters den so genannten ersten Weltkrieg. Einige M\u00e4chte waren bei den damals \u00fcblichen Raubz\u00fcgen auf unterentwickelten Kontinenten weniger erfolgreich als andere und nun sollte die Beute neu verteilt werden. Die alten Kolonialm\u00e4chte siegten am Ende und verurteilten die Besiegten zu Reparationszahlungen, die weite Teile der Bev\u00f6lkerung in bitteres Elend st\u00fcrzten. Hinzu kamen Gebietsverluste und dem\u00fctigende Einschr\u00e4nkungen im politischen und wirtschaftlichen Leben. Wie wir alle wissen, ist aus diesem Machtrausch der Sieger kein sicherer Frieden entstanden. Im Gegenteil: Die besiegten V\u00f6lker entwickelten einen extremen, aggressiven Nationalismus. Der Weg f\u00fcr eine gewissen Adolf Hitler und seinen perversen Rassen- und Zerst\u00f6rungswahn wurde frei.<br \/>\nNein, die Entw\u00fcrdigung, Bevormundung und Ausbeutung der Besiegten r\u00e4cht sich irgendwann bitter. Wenn diese Ungerechtigkeiten lange genug andauern, verliert das betroffene Volk jede Ethik, jedes Ma\u00df und jedes Mitgef\u00fchl mit den Siegern. Dann wird man f\u00fcr ein get\u00f6tetes Kind zehn unschuldige Kinder des Feindes umbringen und sich dabei noch im Recht f\u00fchlen. Dann wird man ganze Geb\u00e4ude in die Luft sprengen, wohl wissend, dass sich darin harmlose Zivilisten befinden. Dann wird die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer sozialen Schicht, einem Volk oder einer Spezies ausreichen, um eine Person zum Tode zu verurteilen. Vergangenheit und Gegenwart sprechen eine deutliche Sprache: Terroranschl\u00e4ge in Moskau, New York und Madrid auf der Erde, geopferte Taluri auf Nakkar, lebendig verbrannte Djindjii auf Norna.<br \/>\nMir ist klar, dass es vielen schwer f\u00e4llt, den Dienern und Verb\u00fcndeten des Triumphats mit Verst\u00e4ndnis und Liebe zu begegnen \u2026 vor allem denjenigen, die Angeh\u00f6rige und Freunde verloren haben. Allerdings sollten wir nie vergessen, dass in einem Krieg auch der Feind Angeh\u00f6rige und Freunde verliert. Oft ist uns der Gegner n\u00e4her, als wir denken und wenn man sich bem\u00fcht, zu verstehen, verfl\u00fcchtigen sich \u00dcberlegenheitsgef\u00fchle und Hass zuweilen sehr schnell.<br \/>\nVersuchen wir, die Lebenssituation der verhassten Taluri zu begreifen! Zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung dieser Welt vegetieren in bitterster Armut. Die H\u00e4user der Reichen gleichen belagerten Burgen, die von Wellblechh\u00fcttenarmeen und Abfallozeanen eingeschlossen sind. Das Elend ist unbeschreiblich, die Kindersterblichkeit betr\u00e4gt fast drei\u00dfig Prozent, viele Slumbewohner sterben fr\u00fchzeitig an leicht heilbaren Infektionskrankheiten und Lebensmittelvergiftungen. Sie haben keine Heiler und keine Gedankentechniker, die ihnen helfen, mit ihren psychischen Problemen fertig zu werden. Hunger und Verwahrlosung w\u00e4hrend der Kindheit und die ausweglose Lage der erwachsenen Slumbewohner sind ein guter N\u00e4hrboden f\u00fcr Alkohol- und Drogenabh\u00e4ngigkeit, Depressionen, schwere Neurosen, Destruktivit\u00e4t, Nekrophilie, Mordlust, paranoide Schizophrenie \u2026 und das sind nur die h\u00e4ufigsten Erkrankungen der Umahs. Wenn man das bedenkt, werden die Gr\u00e4ueltaten talurischer Soldaten erschreckend plausibel.<br \/>\nWenn wir nach Art der ma\u00dflosen Sieger von Talur Reparationen verlangen, wird man die Mittel daf\u00fcr mit Sicherheit wieder den \u00c4rmsten der Armen abpressen. Je unterprivilegierter und hilfsbed\u00fcrftiger ein Taluri ist, um so heftiger wird er uns, die aus seiner Sicht \u00e4u\u00dferst wohlhabenden und gierigen B\u00fcrger der Liga, anklagen. Er war niemals in die Entscheidungen seiner Regierung einbezogen und nun muss er ganz allein daf\u00fcr bluten. Seine Sozialhilfe, die jetzt schon nicht zum Leben reicht, wird weiter gek\u00fcrzt, Begabtenprogramme f\u00fcr Slumbewohner werden gestrichen und \u00f6ffentliche Speisungen abgeschafft. Und falls die Armee entwaffnet wird, was auch ein beliebter Passus in Kapitulationsurkunden ist, werden die jungen M\u00e4nner, ihrer einzigen Arbeitsm\u00f6glichkeit beraubt, nutzlos in ihren H\u00fctten hocken und den Hass auf ihre Peiniger in sich hineinfressen. Leider werden sie dabei nicht an ihre eigene Regierung denken, sondern an uns, die Bewohner der Welten der Liga. Sie werden von den guten, alten Zeiten tr\u00e4umen, als Talur noch gro\u00df und m\u00e4chtig war.<br \/>\nNein, liebe Mitb\u00fcrger. Der Gedanke, dass unseretwegen das Elend in den Slums w\u00e4chst, ist f\u00fcr mich in jeder Hinsicht unertr\u00e4glich. Das Wohl der Vielen ist wichtiger, als das Wohl des Einzelnen, sagte Ennu. Er hat damit bestimmt nicht nur sein eigenes Volk, die Heyla\u2019Rah gemeint und auch nicht nur die Heylaner oder befreundete Spezies \u2026 Nein, Ennu hat an alle denkenden und f\u00fchlenden Lebewesen im Universum gedacht.<br \/>\nAls Bomben auf unsere Gro\u00dfst\u00e4dte fielen und das Triumphat daranging, die Heylaner wie Versuchstiere zusammenzutreiben, w\u00e4re es irrational und unverantwortlich gewesen, ihnen nicht mit allen Mitteln Einhalt zu gebieten. Es war nicht die Zeit f\u00fcr Feindesliebe und fundamentalistischen Pazifismus, sondern die Zeit f\u00fcr den unerbittlichen Kampf um unsere Freiheit und Unversehrtheit. Aber nun, wo der Gegner geschlagen am Boden liegt, sollten wir verinnerlichen, was Ennu gesagt hat und begreifen, dass er unser Bruder ist. Nutzen wir den freien Datenstrom zwischen Heyla und Talur, um einander kennen und lieben zu lernen.\u201d<\/p>\n<p>(Auszug aus: Anneliese Wipperling: \u201cR\u00fcckkehr der Poeten\u201c , 2006)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo m\u00fcssen wir ansetzen, um schlimme Ereignisse zu verarbeiten und zumindest teilweise zu s\u00fchnen? Rachsucht ist ein nat\u00fcrliches und im ganzen Universum verbreitetes Gef\u00fchl. Den Gegner zur Bestie hochzustilisieren, ist jedoch die Wurzel schlimmsten \u00dcbels \u2026 Mehr Informationen zum Heyla-Universum unter: http:\/\/sandozean.de\/blog\/sandozean\/?p=64 und www.heyla.de.vu Andal aus dem Hause Boras: Rede anl\u00e4sslich der \u00d6ffnung des Datenstroms nach Talur (\u00dcbersetzung von Anneliese Wipperling) \u201cRachsucht ist vermutlich ein im ganzen Universum verbreitetes Ph\u00e4nomen. Wir Heylaner haben mit dem Bakh\u2019Hatsu traurige Ber\u00fchmtheit erlangt, einer Form der Vergeltung, die weit \u00fcber das normale \u201eAuge um Auge, Zahn um Zahn\u201d hinausgeht. Wer Bakh\u2019Hatsu schw\u00f6rt, wird den Verlust eines Auges s\u00fchnen, indem er dem anderen bei lebendigem Leib die D\u00e4rme herausrei\u00dft und aus ihnen Saiten f\u00fcr seine Harfe anfertigt. Selbst Ennu hat es nicht geschafft, den Heylanern jenen scharfen Durst nach dem Leiden des Gegners g\u00e4nzlich auszutreiben. Mein Volk, die Turuska, hat nie versucht, diesen Drang mit der Wurzel aus dem Umah zu rei\u00dfen \u2026 aber es hat eine eiserne Regel aufgestellt, die nur von geistig defekten Personen gebrochen wird: Es ist uns verboten, Bakh\u2019Hatsu an einem Au\u00dfenstehenden zu vollziehen \u2026 an einem unschuldigen Stellvertreter des T\u00e4ters. 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